T_wolve21
10.02.2009, 17:38
Da ich langsam die Nase voll habe, von den 1000 einzel-Threads in denen immer die gleichen Fragen gestellt werden, werde ich hier eine Übersicht mit ALLEN wichtigen Infos, Tips, Links und Hilfen zum Thema "Brickfilms" erstellen.
Hier geht es sowohl um die Planung, die Animation als auch Nachbearbeitung per Software.
Werde also jeden Bereich mal kurz ansprechen- da ich mir aber auch nicht in allem zu 100% sicher bin und manche Software noch nicht genutzt habe, bitte ich darum, mir Fehler zu verzeihen.
Der Post wird regelmäßig erweitert werden.
Vorweg möchte ich noch die wohl wichtigste Seite für Brickfilm-Tutorials und Hilfen nennen:
Bricktrick (http://www.bricktrick.de/)
Der Betreiber Mario hat in Jahrelanger Arbeit eine Menge Informationen, Hilfen, Tips und Tutorials geschrieben, zusammengetragen und gebündelt.
Dafür gebührt ihm der aller-tiefste Respekt- er hat eine Menge für die Brickfilm-Community getan.
Das ist auch der Grund, warum ich oft auf seine Seit verweise- er hat das einfach perfekt hinbekommen.
Dort könnt ihr wirklich alles nachlesen, was man für den Anfang braucht.
Und: NEIN, ich habe nicht alles von dort geklaut.
Die Erfahrungen und Tips und Tricks sind grundlegend, nahezu jeder Brickfilmer macht sie mal und kann dann davon berichten- dadurch gleichen sich die meisten Hinweise
Um schneller ans Ziel zu kommen, empfehle ich, wenn ihr etwas spezielles sucht, die Suche eures Browsers zu benutzen.
Mit "strg+F" kriegt ihr ein kleines Fenster/eine Leiste (Browserabhängig), in die ihr Worte eintragen könnt.
Euer Browser durchsucht dann die ganze Seite nach eurem Stichwort und markiert es euch- dadurch seid ihr bei genauen Suchen deutlich schneller am Ziel.
Brickfilms, was ist das?
Brickfilms sind Legofilme, die im Stop Motion Verfahren produziert werden, d.h.
man hat eine Figur, fotografiert sie, bewegt sie ein wenig und fotografiert sie dann wieder.
Auf diese Weise wird jede Bewegung "abfotografiert" und als Bild gespeichert.
Anschließend werden diese Bilder in ein Programm geladen, welches daraus einen Film macht.
(Die Bilder werden alle nacheinander stark beschleunigt abgespielt->Prinzip des Daumenkinos)
Wie flüssig die Bewegungen sind, hängt dabei davon ab, wie fein man animiert hat (wieviele Fotos man z.B für das Heben eines Arms aufgenommen hat) und wieviele FPS man verwendet.
FPS (Frames Per Second= Bilder pro Sekunde) geben an, wieviel Bilder pro Sekunde gezeigt werden.
Im Bereich des Brickfilming haben sich mittlerweile 15 FPS etabliert.
Mehr als 24 FPS machen keinen Sinn, da es unnötig viel Arbeit bedeutet und das menschliche Auge eh nicht mehr wahrnehmen kann.
Ab 10-12 FPS wirkt ein Film bereits (halbwegs) flüssig.
Worauf muss ich achten, wenn ich meinen ersten Brickfilm drehen will?
Auf vieles. :)
Am wichtigsten ist aber:
Nicht gleich versuchen, einen ganzen Film zu drehen, wenn man das erste mal mit dem Thema Brickfilming in Berührung kommt.
Anfangs sollte man erstmal Testszenen drehen, um erstmal ein Gefühl fürs animieren zu kriegen.
Hat man genug Übung, kann man sich dann langsam an immer größere Projekte wagen.
Das Hauptproblem der meisten ist, dass sie zu schnell etwas zu großes planen, was zwar auf dem Papier super klingt, aber Arbeits-technisch unschaffbar ist, bzw. sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
Außerdem wird meist unterschätzt, wie schnell die Motivation verschwindet, wenn man zum 20ten mal eine Figure animieren muss, die eine Straße abläuft.
Hier ein paar grundlegende Dinge, die es zu beachten gilt:
FPS (oben erklärt):
Für den Anfang reichen 5-10 FPS um ein Gefühl für die Materie zu kriegen, später sollte mann dann auf 15 FPS erhöhen.
Kamera und Set befestigen:
Häufig wackelt das Bild in den ersten Filmen sehr stark.
Um das zu verhindern müssen Kamera und Set fixiert werden.
Die Kamera ist am besten auf einem fest auf dem Boden stehenden Stativ aufgehoben, sollte keins vorhanden sein, kann man jedoch auch aus Lego eine Art "Gestell/Halterung" um die Kamera bauen.
Ist die Kamera dann mit Lego umhüllt, kann man sie überall einbauen.
Das Set am besten mit Büchern, oder schweren Gegenständen beschweren (natürlich so, dass man sie im Bild nicht sieht).
Man kann die Platten auch mit einer Schraubzwinge am Tisch befestigen, muss dabei jedoch darauf achten, dass die Noppen nicht zerdrückt werden (also sehr vorsichtig sein, und Stoff zwischen Zwinge und Platte bringen)
Fotos aufnehmen:
*Digitalkamera:
Nimmt man die Fotos mit einer handelsüblichen Digitalkamera auf, so sollte darauf geachtet werden, den manuellen Modus zu verwenden.
Idealerweise kann man dann die Blende, die Belichtungszeit, den Fokus und Weißabgleich manuell einstellen.
Dies ist wichtig, damit jedes Foto die gleiche Helligkeit aufweist; dadurch flackert das Video nicht.
Die Blende, Belichtungszeit und der Weißabgleich sind erstmal nicht weiter relevant; die Belichtungszeit und der manuelle Fokus sind es jedoch.
Der manuelle Fokus ist wichtig, damit man per Hand einstellen kann, welcher Teil des Bildes scharf dargestellt werden soll und dieser auch von Foto zu Foto gleich bleibt.
Lässt man die Kamera automatisch scharfstellen kann es passieren, dass z.B eine laufende Figur unscharf wird.
Ist die Figur in der Mitte des Bildes wird sie scharfgestellt- bewegt sie sich jedoch nach rechts aus der Mitte, stellt die Kamera den Hintergrund scharf.
Um das zu vermeiden sollte man den Fokus manuell regeln- so bleibt die Figur immer scharf.
Am wichtigsten ist jedoch, die Kamera in den Makro Modus zu stellen.
Damit kann man näher an Figuren rangehen.
Generell: Die Kamera einfach näher vor etwas zu halten sorgt nicht direkt für ein scharfes Bild des Objekts.
Bevor man die Kamera also näher ranhält, obwohl man keinen Makro Modus hat, sollte man lieber von weiter weg fotografieren und den Bildausschnitt nachträglich am PC verändern/vergrößern.
->Aber auch hierbei nicht übertreiben, da das Bild sonst möglicherweise verpixelt.
Der Blitz sollte ebenfalls aus sein, da er bei der geringen Distanz vom Lego reflektiert und für eine Überbelichtung sorgen würde. Ergebnis: man sieht nichts auf dem Bild, bzw. alles ist hell und überblendet.
Beim Auslösen ist darauf zu achten, die Kamera nicht zu fest zu drücken und dadurch zu verwackeln.
Am besten man hat einen Fernauslöser angeschlossen, damit man die Kamera gar nicht berühren und Verwackler riskieren muss.
Alternativ kann man auch einstellen, dass das Foto zeitversetzt geschossen wird.
Legt man fest, dass das Foto mit 2 sek. Versetzung geschossen wird, so löst die Kamera erst 2 Sekunden nachdem man den Auslöser betätigt hat aus.
Die geschossenen Fotos werden anschließend auf den PC übertragen und dann zu einem Film gerendert (siehe "Software)
*Webcam:
Eine Webcam für Brickfilms hat einige Vor- und einige Nachteile.
Vorteile: Die Kamera ist direkt an den PC angeschlossen und wird von dort ausgelöst- Verwackler durch Auslösung werden eleminiert, Programme, die direkt Filme aus den Bildern machen.
Nachteile: meist schlechtere Auflösung als echte Digi-Cam
Das Filmen mit einer Webcam ist generell einfacher und für Anfänger besser geeignet.
Die meisten Webcams bieten einen Ring an, an dem man den Fokus manuell einstellen kann. Dies lässt sich aufgrund des direkten PC Anschlusses auch gut beurteilen.
Ist die Kamera positioniert und die Schärfe eingestellt, kann man mit Filmen loslegen.
Um die Bilder zu speichern und evtl. auch direkt zu einem Film zu rendern bietet sich spezielle Software an.
Zum einen gibt es die Freeware Stop Motion Animator, kurz SMA, welches aus den Fotos direkt einen Film macht.
Ein Tutorial dazu findet ihr HIER (http://www.bricktrick.de/index-sma.php).
Zum anderen ist auch MonkeyJam fürs direkte Capturen (aufnehmen) von Fotos geeignet.
Mir persönlich gefällt MonkeyJam besser, da es etwas übersichtlicher und "schöner" ist.
Zudem werden bei Monkey Jam auch die einzelnen Bilder auf dem Rechner gespeichert und nicht nur der fertige Film. Das erlaubt bei Bedarf eine Nachbearbeitung einzelner Bilder.
HIER (http://download.chip.eu/de/MonkeyJam-3.0-beta_262758.html) der Downloadlink
und
HIER (http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/handouts/mega_monkeyjam.pdf) eine erste Einführung in das Programm.
gleichmäßige Ausleuchtung:
Das Set sollte gleichmäßig von allen Seiten ausgeleuchtet sein, dass keine schwarzen Stellen entstehen (unterbelichtet), oder zu viel Licht abkriegen (überbelichtet).
Dazu reichen meist schon zwei normale Schreibtischlampen, welche Links und Rechts vom Set aufgestellt werden und "überkreuz" ausleuchten.
An das bewusste Spiel mit Licht und Schatten sollte man sich erst später machen.
Animation:
Je mehr Bilder man für eine Bewegung macht, desto flüssiger erscheint sie später.
Eine Sequenz, in der eine Lego Figur ihren Arm hebt wirkt mit 15 Bildern flüssiger, als mit 5 Bildern.
Jedoch bedeutet das natürlich auch mehr Aufwand, wer für jedes Arm-heben 10 Fotos macht hat natürlich deutlich mehr Arbeit.
Außerdem sollte man beachten, dass eine solche Sequenz natürlich auch langsamer wirkt, je mehr Bilder gemacht wird.
Beispiel:
Armanimation mit 15 Bildern= 1 Sekunde Film
Armanimation mit 5 Bildern= 1/3 Sekunde Film
Soll eine Lego Figur also ihren Arm schnell heben, beispielweise um etwas zu fangen, so sollte man weniger Bilder verwenden, als man es "normalerweise" tut.
Um laufen zu animieren, liest man sich am besten dieses (http://www.bricktrick.de/index-animation2.php) Tutorial durch.
Zum Verständnis und zur Beherschung dieser Dinge ist es sinnvoll, in Testfilmchen Animation und Geschwindigkeit zu test.
Setbau:
Man sollte beim Set-Bau beachten, dass man nicht zu viel baut und vor allem, dass man noch genug Platz für Hande und Kamera zum Filmen hat.
Im Idealfall weiß man bereits vorher, was man zeigen will und welche Kamerawinkel und Perspektiven man benutzt. Denn dann kann man das Set wirklich genau so bauen, dass es exakt das Bild ausfüllt, aber nicht unnötig riesig wird.
In einem Raum reichen z.B wenn in einer Szene eine Figur den Raum betritt bereits zwei Wände, die über Eck stehen.
In einer ist eine Tür.
Dreht man die Kamera nun so, dass man die Wand mit der Tür, sowie die aneckende Wand sehen kann, ist sofort alles geklärt:
Die Figur betritt einen geschlossenen Raum. Mehr braucht man nicht.
Möchte man größere Szenen mit längeren Kamerafahrten realisieren, braucht man auch nicht das ganze Set auf einmal aufbauen- meist reicht ein Ausschnitt, den man dann abdreht, dann abbaut und dann den nächsten aufbaut.
.:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:.
Fragen zu dem Thread hier bitte in DIESEN (http://www.imperiumdersteine.de/showthread.php?p=247346#post247346) Thread, ich werde mir Mühe geben, alle so schnell es geht zu beantworten.
.:.:.:.:.:.:.
mfg wolve
Hier geht es sowohl um die Planung, die Animation als auch Nachbearbeitung per Software.
Werde also jeden Bereich mal kurz ansprechen- da ich mir aber auch nicht in allem zu 100% sicher bin und manche Software noch nicht genutzt habe, bitte ich darum, mir Fehler zu verzeihen.
Der Post wird regelmäßig erweitert werden.
Vorweg möchte ich noch die wohl wichtigste Seite für Brickfilm-Tutorials und Hilfen nennen:
Bricktrick (http://www.bricktrick.de/)
Der Betreiber Mario hat in Jahrelanger Arbeit eine Menge Informationen, Hilfen, Tips und Tutorials geschrieben, zusammengetragen und gebündelt.
Dafür gebührt ihm der aller-tiefste Respekt- er hat eine Menge für die Brickfilm-Community getan.
Das ist auch der Grund, warum ich oft auf seine Seit verweise- er hat das einfach perfekt hinbekommen.
Dort könnt ihr wirklich alles nachlesen, was man für den Anfang braucht.
Und: NEIN, ich habe nicht alles von dort geklaut.
Die Erfahrungen und Tips und Tricks sind grundlegend, nahezu jeder Brickfilmer macht sie mal und kann dann davon berichten- dadurch gleichen sich die meisten Hinweise
Um schneller ans Ziel zu kommen, empfehle ich, wenn ihr etwas spezielles sucht, die Suche eures Browsers zu benutzen.
Mit "strg+F" kriegt ihr ein kleines Fenster/eine Leiste (Browserabhängig), in die ihr Worte eintragen könnt.
Euer Browser durchsucht dann die ganze Seite nach eurem Stichwort und markiert es euch- dadurch seid ihr bei genauen Suchen deutlich schneller am Ziel.
Brickfilms, was ist das?
Brickfilms sind Legofilme, die im Stop Motion Verfahren produziert werden, d.h.
man hat eine Figur, fotografiert sie, bewegt sie ein wenig und fotografiert sie dann wieder.
Auf diese Weise wird jede Bewegung "abfotografiert" und als Bild gespeichert.
Anschließend werden diese Bilder in ein Programm geladen, welches daraus einen Film macht.
(Die Bilder werden alle nacheinander stark beschleunigt abgespielt->Prinzip des Daumenkinos)
Wie flüssig die Bewegungen sind, hängt dabei davon ab, wie fein man animiert hat (wieviele Fotos man z.B für das Heben eines Arms aufgenommen hat) und wieviele FPS man verwendet.
FPS (Frames Per Second= Bilder pro Sekunde) geben an, wieviel Bilder pro Sekunde gezeigt werden.
Im Bereich des Brickfilming haben sich mittlerweile 15 FPS etabliert.
Mehr als 24 FPS machen keinen Sinn, da es unnötig viel Arbeit bedeutet und das menschliche Auge eh nicht mehr wahrnehmen kann.
Ab 10-12 FPS wirkt ein Film bereits (halbwegs) flüssig.
Worauf muss ich achten, wenn ich meinen ersten Brickfilm drehen will?
Auf vieles. :)
Am wichtigsten ist aber:
Nicht gleich versuchen, einen ganzen Film zu drehen, wenn man das erste mal mit dem Thema Brickfilming in Berührung kommt.
Anfangs sollte man erstmal Testszenen drehen, um erstmal ein Gefühl fürs animieren zu kriegen.
Hat man genug Übung, kann man sich dann langsam an immer größere Projekte wagen.
Das Hauptproblem der meisten ist, dass sie zu schnell etwas zu großes planen, was zwar auf dem Papier super klingt, aber Arbeits-technisch unschaffbar ist, bzw. sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
Außerdem wird meist unterschätzt, wie schnell die Motivation verschwindet, wenn man zum 20ten mal eine Figure animieren muss, die eine Straße abläuft.
Hier ein paar grundlegende Dinge, die es zu beachten gilt:
FPS (oben erklärt):
Für den Anfang reichen 5-10 FPS um ein Gefühl für die Materie zu kriegen, später sollte mann dann auf 15 FPS erhöhen.
Kamera und Set befestigen:
Häufig wackelt das Bild in den ersten Filmen sehr stark.
Um das zu verhindern müssen Kamera und Set fixiert werden.
Die Kamera ist am besten auf einem fest auf dem Boden stehenden Stativ aufgehoben, sollte keins vorhanden sein, kann man jedoch auch aus Lego eine Art "Gestell/Halterung" um die Kamera bauen.
Ist die Kamera dann mit Lego umhüllt, kann man sie überall einbauen.
Das Set am besten mit Büchern, oder schweren Gegenständen beschweren (natürlich so, dass man sie im Bild nicht sieht).
Man kann die Platten auch mit einer Schraubzwinge am Tisch befestigen, muss dabei jedoch darauf achten, dass die Noppen nicht zerdrückt werden (also sehr vorsichtig sein, und Stoff zwischen Zwinge und Platte bringen)
Fotos aufnehmen:
*Digitalkamera:
Nimmt man die Fotos mit einer handelsüblichen Digitalkamera auf, so sollte darauf geachtet werden, den manuellen Modus zu verwenden.
Idealerweise kann man dann die Blende, die Belichtungszeit, den Fokus und Weißabgleich manuell einstellen.
Dies ist wichtig, damit jedes Foto die gleiche Helligkeit aufweist; dadurch flackert das Video nicht.
Die Blende, Belichtungszeit und der Weißabgleich sind erstmal nicht weiter relevant; die Belichtungszeit und der manuelle Fokus sind es jedoch.
Der manuelle Fokus ist wichtig, damit man per Hand einstellen kann, welcher Teil des Bildes scharf dargestellt werden soll und dieser auch von Foto zu Foto gleich bleibt.
Lässt man die Kamera automatisch scharfstellen kann es passieren, dass z.B eine laufende Figur unscharf wird.
Ist die Figur in der Mitte des Bildes wird sie scharfgestellt- bewegt sie sich jedoch nach rechts aus der Mitte, stellt die Kamera den Hintergrund scharf.
Um das zu vermeiden sollte man den Fokus manuell regeln- so bleibt die Figur immer scharf.
Am wichtigsten ist jedoch, die Kamera in den Makro Modus zu stellen.
Damit kann man näher an Figuren rangehen.
Generell: Die Kamera einfach näher vor etwas zu halten sorgt nicht direkt für ein scharfes Bild des Objekts.
Bevor man die Kamera also näher ranhält, obwohl man keinen Makro Modus hat, sollte man lieber von weiter weg fotografieren und den Bildausschnitt nachträglich am PC verändern/vergrößern.
->Aber auch hierbei nicht übertreiben, da das Bild sonst möglicherweise verpixelt.
Der Blitz sollte ebenfalls aus sein, da er bei der geringen Distanz vom Lego reflektiert und für eine Überbelichtung sorgen würde. Ergebnis: man sieht nichts auf dem Bild, bzw. alles ist hell und überblendet.
Beim Auslösen ist darauf zu achten, die Kamera nicht zu fest zu drücken und dadurch zu verwackeln.
Am besten man hat einen Fernauslöser angeschlossen, damit man die Kamera gar nicht berühren und Verwackler riskieren muss.
Alternativ kann man auch einstellen, dass das Foto zeitversetzt geschossen wird.
Legt man fest, dass das Foto mit 2 sek. Versetzung geschossen wird, so löst die Kamera erst 2 Sekunden nachdem man den Auslöser betätigt hat aus.
Die geschossenen Fotos werden anschließend auf den PC übertragen und dann zu einem Film gerendert (siehe "Software)
*Webcam:
Eine Webcam für Brickfilms hat einige Vor- und einige Nachteile.
Vorteile: Die Kamera ist direkt an den PC angeschlossen und wird von dort ausgelöst- Verwackler durch Auslösung werden eleminiert, Programme, die direkt Filme aus den Bildern machen.
Nachteile: meist schlechtere Auflösung als echte Digi-Cam
Das Filmen mit einer Webcam ist generell einfacher und für Anfänger besser geeignet.
Die meisten Webcams bieten einen Ring an, an dem man den Fokus manuell einstellen kann. Dies lässt sich aufgrund des direkten PC Anschlusses auch gut beurteilen.
Ist die Kamera positioniert und die Schärfe eingestellt, kann man mit Filmen loslegen.
Um die Bilder zu speichern und evtl. auch direkt zu einem Film zu rendern bietet sich spezielle Software an.
Zum einen gibt es die Freeware Stop Motion Animator, kurz SMA, welches aus den Fotos direkt einen Film macht.
Ein Tutorial dazu findet ihr HIER (http://www.bricktrick.de/index-sma.php).
Zum anderen ist auch MonkeyJam fürs direkte Capturen (aufnehmen) von Fotos geeignet.
Mir persönlich gefällt MonkeyJam besser, da es etwas übersichtlicher und "schöner" ist.
Zudem werden bei Monkey Jam auch die einzelnen Bilder auf dem Rechner gespeichert und nicht nur der fertige Film. Das erlaubt bei Bedarf eine Nachbearbeitung einzelner Bilder.
HIER (http://download.chip.eu/de/MonkeyJam-3.0-beta_262758.html) der Downloadlink
und
HIER (http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/handouts/mega_monkeyjam.pdf) eine erste Einführung in das Programm.
gleichmäßige Ausleuchtung:
Das Set sollte gleichmäßig von allen Seiten ausgeleuchtet sein, dass keine schwarzen Stellen entstehen (unterbelichtet), oder zu viel Licht abkriegen (überbelichtet).
Dazu reichen meist schon zwei normale Schreibtischlampen, welche Links und Rechts vom Set aufgestellt werden und "überkreuz" ausleuchten.
An das bewusste Spiel mit Licht und Schatten sollte man sich erst später machen.
Animation:
Je mehr Bilder man für eine Bewegung macht, desto flüssiger erscheint sie später.
Eine Sequenz, in der eine Lego Figur ihren Arm hebt wirkt mit 15 Bildern flüssiger, als mit 5 Bildern.
Jedoch bedeutet das natürlich auch mehr Aufwand, wer für jedes Arm-heben 10 Fotos macht hat natürlich deutlich mehr Arbeit.
Außerdem sollte man beachten, dass eine solche Sequenz natürlich auch langsamer wirkt, je mehr Bilder gemacht wird.
Beispiel:
Armanimation mit 15 Bildern= 1 Sekunde Film
Armanimation mit 5 Bildern= 1/3 Sekunde Film
Soll eine Lego Figur also ihren Arm schnell heben, beispielweise um etwas zu fangen, so sollte man weniger Bilder verwenden, als man es "normalerweise" tut.
Um laufen zu animieren, liest man sich am besten dieses (http://www.bricktrick.de/index-animation2.php) Tutorial durch.
Zum Verständnis und zur Beherschung dieser Dinge ist es sinnvoll, in Testfilmchen Animation und Geschwindigkeit zu test.
Setbau:
Man sollte beim Set-Bau beachten, dass man nicht zu viel baut und vor allem, dass man noch genug Platz für Hande und Kamera zum Filmen hat.
Im Idealfall weiß man bereits vorher, was man zeigen will und welche Kamerawinkel und Perspektiven man benutzt. Denn dann kann man das Set wirklich genau so bauen, dass es exakt das Bild ausfüllt, aber nicht unnötig riesig wird.
In einem Raum reichen z.B wenn in einer Szene eine Figur den Raum betritt bereits zwei Wände, die über Eck stehen.
In einer ist eine Tür.
Dreht man die Kamera nun so, dass man die Wand mit der Tür, sowie die aneckende Wand sehen kann, ist sofort alles geklärt:
Die Figur betritt einen geschlossenen Raum. Mehr braucht man nicht.
Möchte man größere Szenen mit längeren Kamerafahrten realisieren, braucht man auch nicht das ganze Set auf einmal aufbauen- meist reicht ein Ausschnitt, den man dann abdreht, dann abbaut und dann den nächsten aufbaut.
.:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:.
Fragen zu dem Thread hier bitte in DIESEN (http://www.imperiumdersteine.de/showthread.php?p=247346#post247346) Thread, ich werde mir Mühe geben, alle so schnell es geht zu beantworten.
.:.:.:.:.:.:.
mfg wolve