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Brickfilm Übersichtsthread


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2 Antworten zu diesem Thema

#1 T_wolve21

T_wolve21

    Big T.

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Geschrieben: 10 Februar 2009 - 18:38 Uhr

Da ich langsam die Nase voll habe, von den 1000 einzel-Threads in denen immer die gleichen Fragen gestellt werden, werde ich hier eine Übersicht mit ALLEN wichtigen Infos, Tips, Links und Hilfen zum Thema "Brickfilms" erstellen.
Hier geht es sowohl um die Planung, die Animation als auch Nachbearbeitung per Software.
Werde also jeden Bereich mal kurz ansprechen- da ich mir aber auch nicht in allem zu 100% sicher bin und manche Software noch nicht genutzt habe, bitte ich darum, mir Fehler zu verzeihen.
Der Post wird regelmäßig erweitert werden.

Vorweg möchte ich noch die wohl wichtigste Seite für Brickfilm-Tutorials und Hilfen nennen:
Bricktrick
Der Betreiber Mario hat in Jahrelanger Arbeit eine Menge Informationen, Hilfen, Tips und Tutorials geschrieben, zusammengetragen und gebündelt.
Dafür gebührt ihm der aller-tiefste Respekt- er hat eine Menge für die Brickfilm-Community getan.
Das ist auch der Grund, warum ich oft auf seine Seit verweise- er hat das einfach perfekt hinbekommen.

Dort könnt ihr wirklich alles nachlesen, was man für den Anfang braucht.
Und: NEIN, ich habe nicht alles von dort geklaut.
Die Erfahrungen und Tips und Tricks sind grundlegend, nahezu jeder Brickfilmer macht sie mal und kann dann davon berichten- dadurch gleichen sich die meisten Hinweise


Um schneller ans Ziel zu kommen, empfehle ich, wenn ihr etwas spezielles sucht, die Suche eures Browsers zu benutzen.
Mit "strg+F" kriegt ihr ein kleines Fenster/eine Leiste (Browserabhängig), in die ihr Worte eintragen könnt.
Euer Browser durchsucht dann die ganze Seite nach eurem Stichwort und markiert es euch- dadurch seid ihr bei genauen Suchen deutlich schneller am Ziel.




Brickfilms, was ist das?


Brickfilms sind Legofilme, die im Stop Motion Verfahren produziert werden, d.h.
man hat eine Figur, fotografiert sie, bewegt sie ein wenig und fotografiert sie dann wieder.
Auf diese Weise wird jede Bewegung "abfotografiert" und als Bild gespeichert.
Anschließend werden diese Bilder in ein Programm geladen, welches daraus einen Film macht.
(Die Bilder werden alle nacheinander stark beschleunigt abgespielt->Prinzip des Daumenkinos)
Wie flüssig die Bewegungen sind, hängt dabei davon ab, wie fein man animiert hat (wieviele Fotos man z.B für das Heben eines Arms aufgenommen hat) und wieviele FPS man verwendet.
FPS (Frames Per Second= Bilder pro Sekunde) geben an, wieviel Bilder pro Sekunde gezeigt werden.
Im Bereich des Brickfilming haben sich mittlerweile 15 FPS etabliert.
Mehr als 24 FPS machen keinen Sinn, da es unnötig viel Arbeit bedeutet und das menschliche Auge eh nicht mehr wahrnehmen kann.
Ab 10-12 FPS wirkt ein Film bereits (halbwegs) flüssig.




Worauf muss ich achten, wenn ich meinen ersten Brickfilm drehen will?


Auf vieles. :)
Am wichtigsten ist aber:
Nicht gleich versuchen, einen ganzen Film zu drehen, wenn man das erste mal mit dem Thema Brickfilming in Berührung kommt.
Anfangs sollte man erstmal Testszenen drehen, um erstmal ein Gefühl fürs animieren zu kriegen.
Hat man genug Übung, kann man sich dann langsam an immer größere Projekte wagen.
Das Hauptproblem der meisten ist, dass sie zu schnell etwas zu großes planen, was zwar auf dem Papier super klingt, aber Arbeits-technisch unschaffbar ist, bzw. sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
Außerdem wird meist unterschätzt, wie schnell die Motivation verschwindet, wenn man zum 20ten mal eine Figure animieren muss, die eine Straße abläuft.
Hier ein paar grundlegende Dinge, die es zu beachten gilt:


FPS (oben erklärt):
Für den Anfang reichen 5-10 FPS um ein Gefühl für die Materie zu kriegen, später sollte mann dann auf 15 FPS erhöhen.


Kamera und Set befestigen:

Häufig wackelt das Bild in den ersten Filmen sehr stark.
Um das zu verhindern müssen Kamera und Set fixiert werden.
Die Kamera ist am besten auf einem fest auf dem Boden stehenden Stativ aufgehoben, sollte keins vorhanden sein, kann man jedoch auch aus Lego eine Art "Gestell/Halterung" um die Kamera bauen.
Ist die Kamera dann mit Lego umhüllt, kann man sie überall einbauen.
Das Set am besten mit Büchern, oder schweren Gegenständen beschweren (natürlich so, dass man sie im Bild nicht sieht).
Man kann die Platten auch mit einer Schraubzwinge am Tisch befestigen, muss dabei jedoch darauf achten, dass die Noppen nicht zerdrückt werden (also sehr vorsichtig sein, und Stoff zwischen Zwinge und Platte bringen)


Fotos aufnehmen:
*Digitalkamera:
Nimmt man die Fotos mit einer handelsüblichen Digitalkamera auf, so sollte darauf geachtet werden, den manuellen Modus zu verwenden.
Idealerweise kann man dann die Blende, die Belichtungszeit, den Fokus und Weißabgleich manuell einstellen.
Dies ist wichtig, damit jedes Foto die gleiche Helligkeit aufweist; dadurch flackert das Video nicht.
Die Blende, Belichtungszeit und der Weißabgleich sind erstmal nicht weiter relevant; die Belichtungszeit und der manuelle Fokus sind es jedoch.
Der manuelle Fokus ist wichtig, damit man per Hand einstellen kann, welcher Teil des Bildes scharf dargestellt werden soll und dieser auch von Foto zu Foto gleich bleibt.
Lässt man die Kamera automatisch scharfstellen kann es passieren, dass z.B eine laufende Figur unscharf wird.
Ist die Figur in der Mitte des Bildes wird sie scharfgestellt- bewegt sie sich jedoch nach rechts aus der Mitte, stellt die Kamera den Hintergrund scharf.
Um das zu vermeiden sollte man den Fokus manuell regeln- so bleibt die Figur immer scharf.

Am wichtigsten ist jedoch, die Kamera in den Makro Modus zu stellen.
Damit kann man näher an Figuren rangehen.
Generell: Die Kamera einfach näher vor etwas zu halten sorgt nicht direkt für ein scharfes Bild des Objekts.
Bevor man die Kamera also näher ranhält, obwohl man keinen Makro Modus hat, sollte man lieber von weiter weg fotografieren und den Bildausschnitt nachträglich am PC verändern/vergrößern.
->Aber auch hierbei nicht übertreiben, da das Bild sonst möglicherweise verpixelt.

Der Blitz sollte ebenfalls aus sein, da er bei der geringen Distanz vom Lego reflektiert und für eine Überbelichtung sorgen würde. Ergebnis: man sieht nichts auf dem Bild, bzw. alles ist hell und überblendet.

Beim Auslösen ist darauf zu achten, die Kamera nicht zu fest zu drücken und dadurch zu verwackeln.
Am besten man hat einen Fernauslöser angeschlossen, damit man die Kamera gar nicht berühren und Verwackler riskieren muss.
Alternativ kann man auch einstellen, dass das Foto zeitversetzt geschossen wird.
Legt man fest, dass das Foto mit 2 sek. Versetzung geschossen wird, so löst die Kamera erst 2 Sekunden nachdem man den Auslöser betätigt hat aus.

Die geschossenen Fotos werden anschließend auf den PC übertragen und dann zu einem Film gerendert (siehe "Software)

*Webcam:
Eine Webcam für Brickfilms hat einige Vor- und einige Nachteile.
Vorteile: Die Kamera ist direkt an den PC angeschlossen und wird von dort ausgelöst- Verwackler durch Auslösung werden eleminiert, Programme, die direkt Filme aus den Bildern machen.
Nachteile: meist schlechtere Auflösung als echte Digi-Cam

Das Filmen mit einer Webcam ist generell einfacher und für Anfänger besser geeignet.
Die meisten Webcams bieten einen Ring an, an dem man den Fokus manuell einstellen kann. Dies lässt sich aufgrund des direkten PC Anschlusses auch gut beurteilen.
Ist die Kamera positioniert und die Schärfe eingestellt, kann man mit Filmen loslegen.
Um die Bilder zu speichern und evtl. auch direkt zu einem Film zu rendern bietet sich spezielle Software an.

Zum einen gibt es die Freeware Stop Motion Animator, kurz SMA, welches aus den Fotos direkt einen Film macht.
Ein Tutorial dazu findet ihr HIER.

Zum anderen ist auch MonkeyJam fürs direkte Capturen (aufnehmen) von Fotos geeignet.
Mir persönlich gefällt MonkeyJam besser, da es etwas übersichtlicher und "schöner" ist.
Zudem werden bei Monkey Jam auch die einzelnen Bilder auf dem Rechner gespeichert und nicht nur der fertige Film. Das erlaubt bei Bedarf eine Nachbearbeitung einzelner Bilder.
HIER der Downloadlink
und
HIER eine erste Einführung in das Programm.


gleichmäßige Ausleuchtung:
Das Set sollte gleichmäßig von allen Seiten ausgeleuchtet sein, dass keine schwarzen Stellen entstehen (unterbelichtet), oder zu viel Licht abkriegen (überbelichtet).
Dazu reichen meist schon zwei normale Schreibtischlampen, welche Links und Rechts vom Set aufgestellt werden und "überkreuz" ausleuchten.
An das bewusste Spiel mit Licht und Schatten sollte man sich erst später machen.


Animation:

Je mehr Bilder man für eine Bewegung macht, desto flüssiger erscheint sie später.
Eine Sequenz, in der eine Lego Figur ihren Arm hebt wirkt mit 15 Bildern flüssiger, als mit 5 Bildern.
Jedoch bedeutet das natürlich auch mehr Aufwand, wer für jedes Arm-heben 10 Fotos macht hat natürlich deutlich mehr Arbeit.
Außerdem sollte man beachten, dass eine solche Sequenz natürlich auch langsamer wirkt, je mehr Bilder gemacht wird.

Beispiel:
Armanimation mit 15 Bildern= 1 Sekunde Film
Armanimation mit 5 Bildern= 1/3 Sekunde Film

Soll eine Lego Figur also ihren Arm schnell heben, beispielweise um etwas zu fangen, so sollte man weniger Bilder verwenden, als man es "normalerweise" tut.

Um laufen zu animieren, liest man sich am besten dieses Tutorial durch.

Zum Verständnis und zur Beherschung dieser Dinge ist es sinnvoll, in Testfilmchen Animation und Geschwindigkeit zu test.


Setbau:
Man sollte beim Set-Bau beachten, dass man nicht zu viel baut und vor allem, dass man noch genug Platz für Hande und Kamera zum Filmen hat.
Im Idealfall weiß man bereits vorher, was man zeigen will und welche Kamerawinkel und Perspektiven man benutzt. Denn dann kann man das Set wirklich genau so bauen, dass es exakt das Bild ausfüllt, aber nicht unnötig riesig wird.
In einem Raum reichen z.B wenn in einer Szene eine Figur den Raum betritt bereits zwei Wände, die über Eck stehen.
In einer ist eine Tür.
Dreht man die Kamera nun so, dass man die Wand mit der Tür, sowie die aneckende Wand sehen kann, ist sofort alles geklärt:
Die Figur betritt einen geschlossenen Raum. Mehr braucht man nicht.
Möchte man größere Szenen mit längeren Kamerafahrten realisieren, braucht man auch nicht das ganze Set auf einmal aufbauen- meist reicht ein Ausschnitt, den man dann abdreht, dann abbaut und dann den nächsten aufbaut.





.:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:.
Fragen zu dem Thread hier bitte in DIESEN Thread, ich werde mir Mühe geben, alle so schnell es geht zu beantworten.
.:.:.:.:.:.:.
mfg wolve
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#2 T_wolve21

T_wolve21

    Big T.

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Geschrieben: 08 März 2009 - 13:13 Uhr

Software


Film erstellen:
Tja, wie wird denn nun aus den Bildern, die man aufgenommen hat, ein Film?
Mit einer Software, die die einzel Bilder aneinanderreiht und dann mit beliebiger FPS Zahl ausgibt.
Das wohl bekannteste und meist-genutze Programm ist für diesen Zweck die Freeware VirtualDub.
Zu ihr kann ich nur auf das exzellente Tutorial von Bricktrick hinweisen:
Link
Hat man die Fotos mit einer Webcam gemacht und SMA, oder Monkeyjam benutzt, stellt sich die Frage nach einem Programm zum Film erstellen sowieso nicht, da beide Programme die Filme als .avi Datei ausgeben.
Nur bei Monkeyjam könnte man Virtualdub noch benutzen, wenn man mehr Kontrolle beim rendern haben möchte, weil MonkeyJam die Fotos auch einzeln speichert.


Film bearbeiten:
Die Auswahl an Bearbeitungssoftware für Filme ist riesig und reicht von kleinen Freeware-Programmen bis hin zu mehreren tausend Euro teuren Profi Programmen.
Da die Auswahl so groß ist, beschränke ich mich hier auf die mir bekannten und benutzten Programme, welche drei verschiedene Preisgruppen abdecken.
Ein Programm, was wohl jeder kennt und hat ist der


Windows Movie Maker:
Er erfüllt die grundlegenden Aufgaben, die ein Anfänger stellt und ist durchaus brauchbar.
(bis auf die gelegentlichen Abstürze => Projekt regelmäßíg speichern!!!)
Hat man schon Videoclips erstellt, so kann man sie einfach importieren, in der Zeitleiste anordnen, Übergänge einfügen, einen Titel und/oder Abspann erstellen, alles vertonen und das ganze dann speichern. [unter "Film veröffentlichen]
Dennoch ist er in seinem Funktionsumfang sehr beschränkt und bietet nicht allzuviele Möglichkeiten.

Pinnacle VideoSpin: (danke Yedi für den Hinweis)

Ebenfalls Freeware, und ein komplexeres Programm als der Movie Maker, wenn auch nicht ganz so professionell wie Magix.
Quasi ein Mittelding.
VideoSpin kann auch Titel, Abspann erstellen, allerdings hat man mehr Freiheit bei der Anordnung der Texte.
Außerdem gibt es mehrere Tonspuren, statt -wie im WMM- nur eine.
Das ganze kann dann auch als .avi exportiert werden, mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zur Qualität.
Hier dann nochmal ein Link zur Website: http://videospin.com/de/
Ich selber habe das Programm noch nie benutzt, sollte es Fragen geben am besten direkt an Yedi wenden.

Magix Movie Maker:

Professioneller und mit größerem Funktionsumfang, als der Windows Movie Maker.
Bietet eine menge Möglichkeiten, bleibt aber dennoch jederzeit übersichtlich und einfach zu bedienen.
Bietet zudem die Möglichkeit des Greenscreenings (Erklärung weiter unten) und einige andere Effekte.
Die Vertonung ist ebenfalls deutlich umfangreicher.
Außerdem kann man auch DVDs samt Menüs erstellen und brennen.

Der Magix Movie Maker ist sicherlich die beste Lösung, wenn man ein rundum-sorglos Paket haben will.

Kostenpunkt: ca 80€


Adobe Premiere/After Effects:
Die teuersten und professionellsten, der hier vorgestellten Programme.
Premiere dient zum Schnitt, Vertonung, Anordnung der einzelnen Clips etc. des Gesamtfilms, während After Effects zum bearbeiten einzelner Clips dient.
Einsteigerfreundlich sind die beiden Programme nicht, man braucht schon eine Weile, um sich zurechtzufinden- dafür kann man mit ihnen aber auch alles anstellen, was man möchte.

Kostenpunkt für normale User: ca 1000€ pro Programm
Kostenpunkt für Schüler: ca 500€ pro Programm

(Adobe bietet so genannte "Schülerversionen" für Schüler, Auszubildene und Studenten zu einem deutlich günstigeren Preis an)


Sound/Audio

Hier kann ich kaum mehr tun, als auf das brilliante BrickTrick Tutorial zu verweisen, da es die Grundsätze wirklich gut und kurz abdeckt.
Zudem kenne ich mich selber nicht so gut im Audio-Bereich aus und habe noch nicht all zu viele Erfahrungen gesammelt.
Link zum Tutorial



Veröffentlichung


Youtube

http://www.youtube.com/

Youtube dürfte die bekannteste Plattform zur Veröffentlichung von selbstgemachten Videos sein.
Die Anmeldung und Nutzung sind kostenlos.
Hat man sich angemeldet, kann man Filme mit bis zu 10 Minuten länge hochladen.
Die Qualität ist nicht überragend, zur Präsentation sollte es als Anfänger jedoch reichen.



Vimeo

http://www.vimeo.com/

Ein Video-Portal, welches deutlich bessere Qualität als Youtube bietet.
Danke an Yedi an dieser Stelle, da er mich auf Vimeo aufmerksam gemacht hat und mich gebeten hat, es hier vorzustellen.
Bei Fragen zu der Plattform, bitte an ihn wenden.


Brickspace

http://upload.brickspace.eu/

Eine Seite, wo Brickfilmer nach vorheriger Registrierung gratis ihre Videos hochladen können. Soweit ich weiß, ohne eigenständigen Player, dafür halt die Möglichkeit, den Film in besserer Qualität zum Download anzubieten.


Brickshelf


http://www.brickshelf.com/

Auch auf Brickshelf können Filme hochgeladen werden.
Bei den akzeptierten Formaten bin ich mir gerade nicht sicher, aber .avi geht auf jeden Fall.
Ebenfalls ohne eigenständigen Playe, jedoch mit der Möglichkeit, sie zum Download anzubieten.



Nützliche Links


-http://www.bricktrick.de/
Eine Seite, auf der man alles über Brickfilms und ihre Herstellung erfahren kann.
Quasi eine riesige Tutorial/Anleitungs-Seite.
Dort findet ihr auch nochmal wichtige Links, eine deutlich umfangreichere Liste, als die hier.

-http://www.findsounds.com/
Hier findet ihr nahezu jeden Sound aus dem [nicht ganz so] alltäglichen Leben.
Komplett gratis und keine Registrierung nötig.

-http://www.freesound.org/
Auch eine sehr gute Seite, um Sounds zu finden, jedoch muss man sich registrieren.
Soweit ich das bisher mitbekommen habe auch kostenfrei- bin dort schon eine Weile angemeldet.
Generell hab ich den Eindruck, dass die Soundqualität etwas besser ist, als bei Findsounds.

-http://www.amateurfi...rs-soundeffekte
Hier findet ihr alle möglichen Star Wars Sounds, die sicherlich für verschiedene Projekte sinnvoll sind.

-http://www.chip.de/downloads/GIMP_12992070.html

Gimp- das beste Freeware Grafikprogramm, welches man auch für eine Menge Effekte in Brickfilms benutzen kann.

-http://www.detonationfilms.com/
Bietet einige gratis Videos von Explosionen an.

-
Ein Video, in dem erklärt wird, wie man Star Wars Sounds selber machen kann.
Ob es einem nun gefällt und ob man es wirklich umsetzt (umsetzen kann) bleibt jedem selbst überlassen- wollte es euch nur nicht vorenthalten.



Special Effects


Tja, was wird hier in einem Lego Star Wars Forum wohl am meisten verlangt?
Lichtschwerter und schwebende Raumschiffe.
Also, ich werde beides relativ kurz erklären und kurz einführen, da es auf Bricktrick unschlagbare Tutorials zu diesen Themen gibt.


Lichtschwerter
Machen verdammt viel Arbeit. =)
Das liegt daran, dass man die Lichtschwerter in jedes Bild des Films per Hand einfügen muss.
Es gibt kein Programm, was eigenständig die Klingen erkennt und die passenden Farben einbaut- die Idee kann man gleich vergessen.
Also, wenn Szenen mit Lichtschwertern geplant sind:
Genau überlegen, wie lange man aktivierte Lichtschwerter braucht und wie lange so eine Szene werden muss.
Nimmt man 15 fps hat man schon bei einem 10 Sekunden Duell 150 Bilder zu bearbeiten.

Hier der Link zu dem passenden Tutorial von Bricktrick:
http://www.bricktric...ichtschwert.php


Fliegen/Schwebende Gegenstände/
Greenscreen

Auch ein altbekanntes und gesuchtes Brickfilm Thema.
Ebenfalls relativ schwer umzusetzen.
Es gibt generell zwei Vorgehensweisen.


-Ebenen/Mehrere Fotos

Die erste ist, dass man immer zwei Fotos für eins macht.
Auch diese Methode ist sehr Zeit- und Arbeitsaufwändig.
Ich werde diese Vorgehensweise anhand eines Beispiels erklären.
Möchte man z.B eine fliegende Figur, die eine Straße entlangschwebt darstellen, geht man wie folgt vor:
Man nimmt ein Foto der Straße ohne Figur auf, also nur die Straße.
Anschließend nimmt man ein Foto der Straße MIT der Figur auf, die z.B auf einem Stein steckt.
Nun hat man zwei deckungsgleiche Fotos, bis auf den Unterschied, dass auf einem die Figur zu sehen ist, die dank des Steins über der Straße "schwebt".
Nun lädt man beide Fotos in ein Grafikprogramm, welches mit Ebenen arbeitet; z.B Gimp.
Das Foto von der Leeren Straße wird in die unterste Ebene gelegt.
[eine leere Ebene kann man sich wie eine durchsichtige Folie vorstellen, die über ein Bild gelegt wird. Wird ein Bild als neue Ebene über eine andere gelegt, entspricht es zwei übereinander liegenden Fotos auf einem Tisch.]
Danach wird das Straßenfoto MIT der Figur als eine neue Ebene über die leere Straße gelegt.
Anschließend radiert man einfach den Stein, auf dem die Figur steht weg.
Zum Vorschein kommt das darunter liegende Foto der leeren Straße.

Das muss man mit jedem Bild machen, welches man in der Szene haben will.

Hier der Link zum passenden Bricktrick Tutorial:
http://www.bricktrick.de/index-fly.php


-Nachbearbeitung in einem Videoprogramm.

Die zweite Variante funktioniert etwas anders und ist etwas weniger Arbeits-intensiv; dafür muss auf mehr geachtet werden und mehr Präzision ist erfordert.
Ich werde es anhand eines anderen Beispiels erläutern; nämlich an dem, eines fliegenden Raumschiffs.
Um diese Szene umzusetzen, benötigt man zuerst eine Aufnahme des Raumschiffes, vor Greenscreen/Bluescreen.
[ob Green-oder Bluescreen ist prinzipiell egal- an sich ist jede Farbe möglich, solange sie eine gleichmäßíge Fläche bildet- es gibt jedoch Programme, die nur ein paar oder nur EINE Farbe vearbeiten können.]

Man stellt das Raumschiff also z.B auf eine grüne Säule und stellt grüne Pappe als Hintergrund auf.
Dann animiert man den Flug des schiffs und rendert die Bilder dann zu einem Video.
Dabe ist auf vieles zu achten:
-Gleichmäßige Ausleuchtung: Das Grün sollte möglichst überall die gleiche Farbe und Helligkeit aufweisen- Schatten sind unbedingt zu vermeiden.
-Spiegelungen: Spiegelungen des grüns auf dem Raumschiff sorgen später dafür, dass die grünen Flächen des Schiffes ebenfalls verschwinden.
-Komplette Füllung des Bildes: Es ist wichtig, dass jede Stelle des Videos am Ende mit Grün ausgefüllt ist und man im Hintergrund nicht noch z.B ein Bett sieht.

Hat man dann das Video, lädt man es in ein Videopgramm, was mehrere Spuren verarbeiten kann.
Auf eine erste Spur wird das Video geladen, welches man im Hintergrund haben möchte- beispielsweise einen Sternenhimmel.
Auf eine zweite Ebene wird das Video mit grünem Hintergrund geladen.
Das Prinzip ist das gleiche, wie bei der ersten Variante: die nicht benötigten Bildteile um das Raumschiff werden entfernt und der Hintergrund kommt zum Vorschein- nur dass in diesem Fall das Programm die Arbeit macht.
Nun wendet man einen so genannten Colour/Chroma-Key an, bestimmt, welche Farbe entfernt werden soll [Grün] und passt noch die Stärke des Effekts an.
Das Programm sucht sich dann eigenständig grüne Stellen und entfernt diese.
Je besser Ausleuchtung, Aufbau und Animation sind, desto besser wird das Ergebnis.

Hier der Link zum passenden Bricktrick Tutorial:
http://www.bricktric...x-masterkey.php


Explosionen


Am einfachsten ist es, wenn man fertige Videos von Explosionen nimmst.
(http://www.detonationfilms.com/ bietet ein paar gratis an)
Die legt man dann in einem Schnittprogramm über sein Video und entfernt den schwarzen Hintergrund
(z.B mit Masterkey)
Das Endergebnis wird dann gerendert und kann weiterverwendet werden.




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mfg wolve
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#3 T_wolve21

T_wolve21

    Big T.

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Geschrieben: 28 April 2009 - 21:25 Uhr

Hier noch ein kleines Special von mir zum Thema Beleuchtung mittels LEDs....

Auf Bricktrick wird ja die "Profi-Lösung" vorgestellt, die mich zu dem ganzen Unternehmen insperiert hat.

Da ich mein Geld jedoch anderwertig (in ein echtes Mikrofon) investieren "musste" und ich gerne mit Elektronik, Licht LEDs und Lego rumbastel, hab ich mich mal selber drangesetzt!

Erstmal die Bilder, dann eine kleine Erklärung.

-Übersichtsbild: so arbeite ich :D

-Netzteil, sorgt für die Stromversogung. Spannung ist regelbar!

-Rückseite meiner Testwand samt Verkabelung.
Ich habe bewusst eine etwas "unübersichtilche" Methode genommen, da die Kabel mit Krokodilklemmen super flexibel sind und ich so die Konfiguration schnell an meine Bedürfnisse anpassen kann.
Löten könnte ich zwar auch, aber das ist mir zu endgültig.

-Vorderseite des ganzen mit eingeschalteter Elektronik

-Schneller Test 1

-Schneller Test 2

Auch wenn bei den beiden Tests die Lichtqualität noch nicht ideal ist, so bin ich doch mit dem Ergebnis schon recht zufrieden.

Wenn ich filme, wird das eh noch besser ausgeleuchtet.


Nun also zur Erklärung.
Ich habe die LEDs von Conrad, die gibt es dort sehr günstig sowohl einzeln nach Farben und Größen, als auch in einem Art Starter-Set.
HIER ist ein Foto mit den Größenunterschieden.
Ich habe mich für die kleineren entschieden, da sie perfekt in Noppen reinpassen.
Die größeren kann man auch nehmen, dann jedoch nicht so schick integrieren, sondern nur beispielsweise als Warnlampe ohne Verkleidung nutzen (sieht aber auch super aus).


Für die schwarze Lampe, die etwas raussteht, habe ich eins der Teile genommen,
deren Name ich nicht kenne und die ich immer "Überwachungskamera" nenne.
Dort habe ich dann die LED reingesteckt und die Anschlussdrähte so verlegt, dass sie hinten wieder rauskommen:
-Bild des fertigen Produkts

-Bild von der Innenseite

Ich hoffe, mann erkennt, wie ich das gelöst habe. (einmal ins Bild reinzoomen ;)).
Der Draht läuft um den Noppen herum und dann am anderen Ende heraus.

Das fertige Produkt kann man dann normal auf jeden Noppen setzen, da die Drähte nicht im Weg sind, sondern nur ein wenig nach oben gedrückt werden.


Für die obere Lampe habe ich etwas anderes probiert.
Und zwar habe ich mir einen Stein genommen, der nur einen Noppen hat und dessen Namen ich momentan ebenfalls vergessen habe.
Dann habe ich mit einem Dremel den Noppen ausgefräst, so dass er ein Loch bot, in dass ich die LED stecken konnte.
-Bild von der Vorderseite

-Bild von der Rückseite

Anschließend noch zwei Technikelemente angesteckt und fertig ist die Lampe für den weiteren Einbau.
-Bild 1

-Bild 2

Der Vorteil der zweiten Variante ist, dass man auch noch Transparente Teile auf das Element anbringen kann und so einen noch größeren Leuchtfaktor erreichen kann. :D



So, das war ein langer Post, ich hoffe, ich habe nichts vergessen und konnte vllt. jemanden zum -sehr einfachen- Nachbau anregen.

Die LEDs lassen sich noch in ner Menge anderer Teile einbauen- ich arbeite schon an den nächsten Möglichkeiten.




.:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:..:.:.:.:.:.:.
Fragen zu dem Thread hier bitte in DIESEN Thread, ich werde mir Mühe geben, alle so schnell es geht zu beantworten.
.:.:.:.:.:.:.
mfg wolve
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