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Schnellboot S-100/150

LDD MOC Militär Marine WIP

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4 Antworten zu diesem Thema

#1 Archi97D

Archi97D

    Kadett

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Geschrieben: 25 Januar 2016 - 22:06 Uhr

Hallo zusammen,

das Projekt das ich euch heute hier vorstelle ist schon etwas länger am laufen, hat viel Zeit und Nerven gekostet, aber nicht einen einzigen Cent !

Wie geht das? Ganz einfach: Ich baue am LDD. Und das seit über zwei Jahren. Ich weiss das dass Programm in der Community nicht unumstritten ist, aber es ist für mich eine der besten Möglichkeiten meine kreativität freien Lauf zu lassen, den kragen Geldbeutel zu schonen und es auf einem Stick überall hin mitnehmen zu können. Das kurz vorweg.

 

Nun zum Wesentlichen: bei dem Projekt handelt es sich um ein Schnellboot der Kriegsmarine aus dem 2. Weltkrieg Baureihe S-100/150. Kurzinfo: Schnellboote waren der kleinste Kriegsschiffstyp der Kriegsmarine. Ihre Aufgaben waren Störung des Allierten Schifffahrtsverkehrs, Überwachung der Küstengewässer und Randmeere sowie Minenverlegung und u-bootjagd. dank starker Dieselmotoren erreichten sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 42 kn. Bewaffnet waren sie stets mit zwei Bugtorpedorohren im Kalliber 53,3 cm, vier Torpedos, sowie mehreren kleinen Rohrwaffen (zwei 20 mm Maschinenkanonen, 37 mm FLAK, 20 mm Vierlingsflak), daneben konnten sie im Heck noch Wasserbomben und Minen mitführen. Die Besatzung schwankte je nach Typ und Ausführung zwischen 20-31 Mann.

   

Meine große Liebe zum Detail und der stete Wunsch nach Perfektion zum Orginal, haben das Projekt immer wieder ins Stocken gebracht und zeitweise auch eine 4-5 monatige Baupause nach sich gezogen. Ich bin eben ein Gelegenheitsbauer: Alle 3-4 Monate ein Großes Stück und dann wieder Pause.

Am verzwicktesten waren (bis jetzt) die Torpedorohre im zusammenspiel mit dem Bug (2-3x umgebaut) und die halbkreis abgeschrägte Kalotten-Brücke.

 

Hier ein paar Grunddaten:

Länge: 60 cm

Breite: 12,5 cm

Höhe: 15,6 cm

Teile: 2645

 

In meinem LDD-Album hab ich schon mal ein paar Bilder um euch einen ersten Eindruck zu vermitteln:

 

Weitere -vorallem aktuellere Bilder- versuche ich in den nächsten Tagen reinzustellen.

Davon abgesehen intressiert mich natürlich eure Meinung zu Idee, Projekt und Bautechnik.

Konstruktive Kritik ist herzlich Wilkommen.

 

Liebe Grüße Jonas


  • Mariner69 und General Hux gefällt das
 
Reformator, Schlosskirche Wittenberg

 

Zu keinem Zeitpunkt auf Lego verzichten Müssen: LDD  :)  :)  :)
 

 


#2 General Hux

General Hux

    Lieutenant

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Geschrieben: 25 Januar 2016 - 22:15 Uhr

Schaut super aus, besonderst gefällt mir das Innenleben.

Ich hoffe das du es, wenn es fertig ist auch mal mit Legosteinen nachbaust. Ich fänds schade wenn nicht.


Imperial Outpost WIP:              http://www.imperiumd...er-außenposten/

First Order Transporter:           http://www.imperiumd...er +transporter

AT-CL:                                          http://www.imperiumd...in-cargolifter/


#3 Archi97D

Archi97D

    Kadett

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Geschrieben: 25 Januar 2016 - 23:31 Uhr

Danke :) 


 
Reformator, Schlosskirche Wittenberg

 

Zu keinem Zeitpunkt auf Lego verzichten Müssen: LDD  :)  :)  :)
 

 


#4 Mariner69

Mariner69

    Admiral

  • LUG
  • 2.897 Beiträge

Geschrieben: 26 Januar 2016 - 06:20 Uhr

Hi,

Mir gefällt dein Schnellboot.

Die Inneneinrichtung hast du auch gut gestalltet. In der Kombüse ( sieht man nicht richtig) würde ich noch Pfannen aufhängen.

Das klappert so schön bei starkem Seegang.

Schnellbot ist Top. :dh

 

Gruß

Mariner69


Meine Star Wars Sammlung
https://www.flickr.c...otos/mariner69/

#5 Archi97D

Archi97D

    Kadett

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Geschrieben: 07 März 2016 - 12:12 Uhr

Hallo liebe IDSler,
nach 1 1/2 Monaten kann ich euch nun meinen ersten Baufortschritt zeigen.
Ich hab mehrere Anläufe gebraucht, da ich immer wieder versucht habe, das bereits das bereits im Bau befindliche Boot noch besser dem Orginal anzupassen in Bezug auf Formgebung und detailtreue…was natürlich zwangsläufig dazu führte, das sich der Bau immer weiter in die Länge zog und ich letztlich vier verschiedene Boote mit unterschiedlichem Baufortschritt, Formgebung (geringfügig oft nur) Ausstattung hatte.

Auch bei dem hier abgebildeten Boot gibt es grobe Abweichungen zum Orginal-Boot: So befinden sich die Mannschaftsquartiere mittschiffs obwohl dort eigentlich –wegen der Stabilität- der Maschinenraum mit noch einem Dritten Diesel reingehört.

 

Auch die Schrauben und die zukünftige Ruderanlage sind falsch passiert: Sie sollten aus der Unterseite des Bootes schräg in einem Flachen Winkel herausragen und nicht aus dem Heck des Bootes unter den Deckaufbauten.

 
Die Änderungen dieser groben Abweichungen, würden allerdings einen Abbruch von 2/3 des Bootsraumes erforderlich machen, das kostet Zeit, Nerven und dessen Abschluss ungewiss wäre, da ich (wie ich mich kenne) bestimmt bei den Umbauarbeiten noch andere „Abweichungen zum Orginalboot“ finden würde die es auch zu beheben gelte.
z.b. dass das Boot noch min. 20 noppen länger sein müsste und dann logischerweise auch 2-4 noppen breiter…wohin diese Überlegungen führen dürfte selbst einem Blinden klar weren: Verzögerungen, Verzögerungen und noch mehr Verzögerungen. 
 
Darum hab ich beschlossen diese Version des Bootes zu beenden ohne weitere weitreichende Änderungen vorzunehmen, damit wenigstens eines meiner Dutzend angefangenen LDD Großprojekte fertig wird.  
Auf den ersten Bildern ist von den Deckaufbauten ja noch gar nichts zu sehen gewesen. Dieses Manko konnte ich nun beseitigen.

 

 
Doch bevor wir uns mittschiffs bewegen, erstmal die Kalotten Brücke, die Ausstattung des Führerhauses und die Offene Brücke.

Die Konstruktion der Kalotten Brücke erwies als besonders nervenaufreibend, da im LDD das „zurecht“-biegen bzw. bewegen von mehreren scharnier-elementen in einem Konstrukt schwierig ist.

Ich hab es von Anfang an mit dünnen scharnierplatten versucht und musste aber ziemlich bald feststellen, dass das doch schwieriger wird als ich mir das vorgestellt hatte:
Das Scharnierplatten-Konstrukt ließ sich nicht zu einem Einheitlichen Halbkreis biegen.

Nach mehreren erfolglosen versuchen den scharnier-platten-halbkreis auf eine gleichmäßige Breite zu bringen, legte ich als basis eine reihe von plates 1x2 w. Up Knop darunter. Die Basis war damit gelegt, nur die abgeschrägte Aussenverkleidung (Panzerung) erwies sich als ähnlich frustrierend.

 

Es war schlicht unmöglich eine komplett geschlossene Außenverkleidung hinzubekommen. Die Lösung war ein akzeptabeler und vorallem Praktikabeler Kompromiss: Mit 1x2 und 2x2 dachsteinen, in zwei Stufen angeordet mit dünen plates dazwischen und kleinen 1x1 dachsteinen wo für 1x2er dachsteine kein platz war.

 

In den letzten Tagen an denen ich am schreiben dieses Textes war, konnte ich auch die Sicht des Steuermannes nach draußen verbessern: Der Einbau von grauen 1x2 panels mittig sowie jeweils eine Noppe nach links und rechts versetzt auf der ersten Krümmung des Halbkreises, verschliessbar durch nach aussen klappbare Luken. 

 

Ursprünglich wollte ich die vier Panel'n (U-Form) jeweils links und rechts neben den beiden mittigen Paneln ohne eine Noppe versetzt platzieren, doch machten mir die schwächen des LDDs auch diesmal einen strich durch die rechnung: die beiden Inneren Panels eckten jeweils an die äußeren auf der Rechten Seite,was die Symetrie verhinderte und darum

nicht tragbar war. Deshalb sind die panels (seeschlitze) um eine jeweils Noppe versetzt.

 
Nachdem die kalottenbrücke „fertig“ war kam die Innenausstattung des Führerhauses/Führerstandes an die reihe, die innenseite der kalottenbrücke wurde im zuge der einrichtung ausgebaut. Auf der linken Seite (backbord) befindet sich ein karten-bzw. Navigationstisch mit schubladen und Schubregalen für seekarten und navigationsinstrumente (Sextant, stift, Linial etc.) An der Wand sollen ebenfalls karten hängen und wichtige Informationen/Funksprüche.

Auf der rechten seite des raumes (steuerbord) ist der platz des funkers mit Aufnahmegerät, Kopfhörern, Morsetelegraph und anderen Funkergerätschaften. Die Chiffriermaschine wird in der Offizierskoje aufbewahrt.

Der Steuerstand am kopfende des Führerhauses ist leicht erhöht um einen besseren Sicht nach draußen und deinen guten Überblick zu haben. Ausgestattet ist er mit einem Steuerrad, geschwindigkeitsregler, Amaturenbrett und kontrollanzeigen. Links und rechts   

Mittschiffs und Achtern
Mittig –zwischen den beiden Reservetorpedos- habe ich das kleine Rettungsboot für 2 Personen mit Paddeln platziert. Die seitenwände kann man jeweils herunterklappen  und das Rettungsboot dann herausnehmen.

Die Flagge ist der Seekriegsflagge der Kriegsmarine so gut es eben ging nachempfunden. Ohne Hakenkreuz versteht sich –gewisse Details sind dann doch zu extrem-. Aber wie wärs mit einem „Doppelkreuz“ aus Charlie Chaplin‘s „Der Diktator“ ? Schreibt mir doch in die Kommentare, was ihr davon haltet. 

 
Das Geländer bereitete mir neben der Brückenverkleidung und dem bug das meiste Kopfzerbrechen. Sollte ich 1x1 Round Bricks mit Nose coss small und einem Plate 1x1 W. Up Right holder Clip nehmen und dann ein Outer cable obendrauf oder doch eher mit Technik Elementen arbeiten? Ich hab einiges ausprobiert und fand schliesslich das die bricks 1x1 w. 2 Knops und einem Outer Cable 152 mm und einer rund fliese mit glatter oberfläche am besten aussahen.

 
Das Dumme ist das ich verschiedene Baulose der S-Klasse als Vorbild nehme, die sich zum teil natürlich stark voneinander unterscheiden.
Die Achtern waffenplattform ist im Moment mit der gleichen 2 cm Flak C38 von Krupp bestückt, die sich auch im bug befindet.

Im Moment ist sie noch "zu hoch" eingestellt, aber sie dient auch legendlich als Zwischenlösung. Sie soll im nächsten bauschritt durch eine 2 cm Vierlings Flak ersetzen werden, die ich aber erst noch bauen muss.
Vorlagen dazu gibt es im Internet zum Glück genug, allerdings nur land-und keine Seegestützten Versionen. Muss sie also verkleinern...oder doch eine ganz eigene bauen. Seufz. Noch mehr Arbeit. Aber schließlich soll‘s ja auch Spaß machen und wenigstens ein bisschen fordern.
 
Unter Deck hab ich die Kojen der Matrosen und Offiziere farblich in Rotbraun geändert. Sieht besser aus. Die komplette farbliche Anpassung kommt zum Schluss.
Neben dem ganzen bauen hab ich auch eine Super Möglichkeit gefunden den Innenraum anzupassen ohne immer gleich die ganzen Deckenaufbauten Abzureißen: Es gibt ja oben in der rechten Ecke der LDD Tool leiste das Tool "Verstecken".  Damit einfach eine  Seitenwand markieren und schon hat man Zugriff auf das Innere. Genial, oder?

 

Wir befinden uns nun im Heck des Bootes.
Hier führten die S-Boote bis acht Wasserbomben oder Seeminen mit. Ich hab mich hier für Seeminen entschieden, da man im LDD ja leider nichts auf glatte Oberflächen legen kann.
Normalerweise sind Seeminen runde Körper mit Auftriebskraft die an Ketten mit Gewichten auf dem Meeresboden verankert werden (Ankertaumine). Der Körper ist überdeckt mit kleinen Druckpunkten, die bei Kontakt die Mine zur Explosion bringen.

Das ist mit Lego -wie ihr euch vielleicht denken könnt- schwer umsetzbar. Darum haben meine SM auch einen Torpedoförmigen Körper. Weshalb ich auch nur sechs auf meinem Boot installieren konnte. Die Abrollvorichtung mit den klappen ist eine Modifikation meinerseits, die ich aber noch im Hinblick auf das Orginal zu korrigieren gedenke.
 
Das war‘s dann auch für heute erstmal (Ich denke es reicht auch). Weiter geht es mit der Offenen Brücke, der Ruderanlage und der 2-cm-Vierlingsflak wenn ich im Mai/Juni aus Taizé (Frankreich) zurück bin.
 
Liebe Grüße Jonas :)


 
Reformator, Schlosskirche Wittenberg

 

Zu keinem Zeitpunkt auf Lego verzichten Müssen: LDD  :)  :)  :)
 

 






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