Inhalte aufrufen


Profilbild
- - - - -

Fotografieren von Mocs

Mocfotografie

  • Anmelden zum Antworten
12 Antworten zu diesem Thema

#1 Gamabomb

Gamabomb

    Offiziersanwärter

  • Mitglieder
  • PunktPunktPunktPunktPunkt
  • 285 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 12:11 Uhr

Hallo zusammen,

da es ja immer wieder Gesprächsbedarf gibt was die Darstellung und das Fotografieren der Mocs angeht, eröffne ich hier mal ein neues Thema dazu.

Um die ganze Diskussion hier in die richtigen Bahnen zu Lenken...ein paar Regeln.

Bitte postet als erstes euer Fotosetup damit sich jeder ein Bild von euren Möglichkeiten machen kann.

Auch wenn ihr das Gefühlt habt eure Ausrüstung ist nicht so gut, EGAL hier wollen wir uns ja gegenseitig helfen.

Dieses Thema soll als Anregung dienen, daher sind auch Links (falls vorhanden) zum Equipment erwünscht, diese sollten der Information dienen und nicht zur Schleichwerbung.

 

Das ganze sollte dann so aussehen.

 

Gamabomb:

 

Fotoapparat:

-Pentax K20D SLRs die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben gibt es gebraucht schon für wenig Geld

-IPhone 6s      gibt es meist vom Arbeitgeber hrhrhr :D

 

Fotohintergrund:

-Tonkarton in mehreren Farben

-weißes Bettlaken

 

Licht:

-Ich fotografiere eigentlich in der letzten Zeit immer im Freien, auf dem Balkon oder im Garten.

 Vorzugsweise wenn es bewölkt ist oder an einem Platz ohne direkter Sonneneinstrahlung um weiche Schatten zu bekommen.

-Billige Studioleuchten mit Tageslichtlampen und Schirmen zum Abdecken (für weiche Schatten) https://www.amazon.d...=Studioleuchten

 

Beispiele:

Pentax

 

28084661720_4c47e46edd_n.jpg

 

IPhone

 

27443900884_9b92df4956_n.jpg

 

Software für Korrekturen und zum Freistellen von Fotos:

-Adobe Photoshop CS3, weil ich es vor Jahren mal für viel Geld gekauft habe.

-Gimp https://www.gimp.org/ Freeware

 

Erfahrungen und Tipps:

-Nachdem ich mich mit künstlichen Lichtquellen echt schwer getan habe, mache ich meine Fotos wie oben beschrieben fast nur noch im Freien.

Danach brauche ich außer kleinen Kontrast-Farbkorrekturen nicht mehr viel tuen. :eek:

-Tutorial zum Freistellen mit Gimp, welches ich persönlich recht gut finde. https://www.youtube....h?v=67gt2xlkYN8

-Tutorial zum Retuschieren mit Gimp, brauche ich immer wieder wenn z.B. zwei Tonkartons sich Überlappen und ich diesen Übergang im Bild nicht sehen möchte. https://www.youtube....h?v=iiRFI93oHt0

-Positionieren von Gegenständen und Objekten nach dem Prinzip des Goldenen Schnittes http://www.foto-kurs...ner-schnitt.htm

 

LG Stefan

 

PS:Ich werde das Thema hier ab und zu pushen wenn keiner etwas dagegen hat.

      Ach so und bitte MITMACHEN. :dh


  • speedyhead, Robert_88, Sylon und 13 anderen gefällt das

 27443900884_9b92df4956_m.jpg


#2 Marcel V

Marcel V

    Captain

  • Mitglieder
  • 418 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 13:48 Uhr

Guter Thread!

 

Seit geraumer Zeit versuche ich möglichst alle Foto's mit "workshysteve's" Setup zu machen:

 

22772813183_04a03d567c_b.jpgMy camera setup by Workshysteve, auf Flickr

 

Er erläutert es auf Flickr genauer, für mich ist das die beste Methode um kleinere Moc's mit künstlichem Licht optimal abzulichten. Tolle Foto's innerhalb von 10 Minuten, ohne groß Geld auszugeben. Kurz gesagt: Er legt ein Tablet mit einer weißen Seite aus einem Schreibprogramm auf die (in seinem Fall) Spieße, Raumlicht dann natürlich aus.

 

Benötigt:

 

 - Kamera (Ich bin mit meiner Panasonic DMC G5 sehr glücklich)

 - Stativ

 - Tonkartonbogen

 - das Licht eines Tablets

 - kreative Tablethalterung, jeglicher Art

 

Bin bei weitem kein Profi, aber mit Stativ, langer Belichtungszeit und niedrig fixiertem ISO-Wert meist gut gefahren.

 

So enstand z.Bsp. folgendes Foto welches - außer dem zurecht schneiden -  0,0 Nachbearbeitung brauchte:

26954111351_b304071f4f_m.jpgAssault on Hoth

 

Wie so viele habe ich mich per Youtube auch in GIMP eingearbeitet (das muss man halt wollen, Endergebnisse entlohnen) und kann es mittlerweile so, das man damit auch mal andere Nicht-Lego Aufgaben meistern kann. Toller Nebeneffekt.

 

Grundsätzlich jage ich bei GIMP über jedes Moc den "Unscharf maskieren" Filter drüber, welcher zusätzliche, deutlich sichtbare Schärfe verleiht und einen Arbeitsaufwand von 5 Sekunden benötigt.

 

Gruß, Marcel


  • HawaiiToad, Legorudi, Balbo und 2 anderen gefällt das

#3 HawaiiToad

HawaiiToad

    unglaublich positive Ja-Sager-Kröte

  • Mitglieder
  • 1.199 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 13:56 Uhr

Ist bei mir eine langsame Verbesserung. Während erste Fotos nur um schnell was zu zeigen noch auf dem Tisch/Bildschirmrahmen usw. abfotografiert wurden, wollte man mit der Zeit schon langsam besser werden.

Als erstes kam der neutrale Hintergrund (weißes Kartonpapier), dann zusätzliche Beleuchtung

 

Kamera ist eine Canon IXUS 145, was nichts dolles ist (da ich aber sonst nahezu keine Fotos privat mache, lohnt sich mehr auch nicht).  Wird auf Amazon mit 120-130 € angegeben, kann man im Laden aber auch schon mal für unter bzw. um die 100 € erwischen. Handy ist ein alter Knochen und wäre keine Verbesserung.

Dazu kamen dann zwei LED-Schreibtischlampen von IKEA, Wenn man die richtig aufstellt und Oberlicht dazu, dann kann man Schatten schon einigermaßen minimieren, bei zufriedenstellender Ausleuchtung.

Tageslicht ist aber in der Tat besser und immer vorzuziehen, wenn man die Möglichkeit hat. Dazu noch ein kleines Stativ mit flexibeln Beinen fürein paar Euro, falls die Hände mal zu unruhig sind.

Ein Fehler war dann früher das Verkleinern der Fotos durch Tinypic. Da flickr aber viel Speicherplatz bereithält und man im gewünschtem Format verlinken kann mit Voranzeige, lasse ich davon nun auch die Finger. So steigt die Qualität und man kann mehr Details erkennen.

Nachbearbeitung ist dann Minimal mit Picasa, im Grunde nur etwas Kontrast und Helligkeit anpassen.

 

Das ganze reicht dann als Equipment für den einfachen Hausgebrauch, um Fotos von befriedigender Qualität zu zeigen.

 

Nächster Schritt wäre dann mir endlich nochmal beizubringen, wie man Fotos ausschneidet, falls man die Stufe über dem Fotokarton erreichen will. Im Grunde bin ich mit dem derzeitigem Stand aber schon recht zufrieden, für ein Hobby reicht das, zumal ich keinen hohen Output an Mocs habe.

 

Das

27746719114_bd3c40edec.jpgTribubble Bongo 1 by Hawaii Toad, auf Flickr

ist dann immerhin schon mal besser als das

14867506741_e4a33918fd.jpgSpeeder und Bike by Hawaii Toad, auf Flickr

 

 

Und letztlich... man versucht es ja weiterhin und gibt nicht auf

 

28473143845_a3cd6d705d.jpgTribubble Bongo 1test by Hawaii Toad, auf Flickr

 

Natürlich kein fertiges Endprodukt wie ich es offiziell posten würde, aber mal 1. Versuche mit den Funktionen bei Gimp. Das es mehr Feinschliff, Genauigkeit und Erfahrung braucht ist klar. ;)

 

Zusammenfassung:

 

Ein Flickr-Account hilft. Viel Speicherplatz und einfach zu verlinken. Viele Foren sind anders in Ihren Einstellungen aufgebaut, was das Bilderposten/-hochladen angeht, manche nach MB, andere sogar in Begrenzung von Pixelgröße oder Format.  Die Flickr-Verlinkung akzeptieren sie aber alle. So muß ein Foto nicht ständig neu angepasst werden.

 

Gute Gratissoftware sind Picasa(3) und vor allem auch Gimp.

 

Als neutraler Hintergrund reicht Bastelkarton oder einfarbiger Stoff.

 

Licht: am besten aus mehreren Quellen (gegen Schattenwurf) oder wenn möglich auch Tageslicht.

 

Und letztlich natürlich: viele Fotos machen, am besten mindestens 4-6 pro Seite, die man später auch zeigen will (also jeweils 4-6 von oben, links, vorne, schräglinks...). Kostet ja nichts und lässt sich alles wieder löschen. Am Bildschrim später dann einfach auswählen und nachbearbeiten. Da sieht man dann oft erst die kleinen Fehler und kann sich dann für die besten Fotos entscheiden.

 

mfg HT / Christian


  • Fletcher Floyd und Gamabomb gefällt das

#4 Gamabomb

Gamabomb

    Offiziersanwärter

  • Mitglieder
  • PunktPunktPunktPunktPunkt
  • 285 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 13:57 Uhr

@Marcel V Wow genau solche Beiträge wollte ich hier in dem Post, superdupertoll, danke. :dh

Gerade das mit dem Tonkarton an den Seiten und der kalten Tablet-Lichtquelle ist eine tolle Idee.

Zudem kann man ja mit farbigen Tonkarton an den Seite die Lichtfarbe beeinflussen.

 

Mehr davon.......................

 

LG Stefan


  • HawaiiToad und BrickStudios gefällt das

 27443900884_9b92df4956_m.jpg


#5 Legopard

Legopard

    Miau

  • Mitglieder
  • 597 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 21:07 Uhr

Manche behaupten ja ich würde gute Fotos machen, deswegen wollte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

 

Früher hatte ich keinen Bock auf Fotos und es war immer das lästigste am Lego-Hobby. Mittlerweile habe ich daran genau so viel Spaß wie am Bauen selbst. Nicht immer unbedingt am Shooting, aber an der Nachbearbeitung.

 

Ich bin kein Profi (wie z.B. Rolli), aber ich hab mir ein paar Kniffe angeeignet mit denen ich gut klar komme.

 

Kamera:

Samsung NX1100 (gebraucht für 250€ gekauft)

Objektiv: 45mm Festbrennweite. (Für kleine MOCs ideal. Dafür halt im Alltag Mist.)

 

Licht:

Softbox 80cm³

2x Tageslichtlampen (als Set bei Amazon für 75€)

 

Hintergrund:

Fotokarton, verschiedene Farben

 

Sonstiges:

Stativ! (kaputt und wackelig, aber besser als keins.)

 

 

 

12275078574_d164f05872_n.jpg

 

 

 

Früher hab ich meine Fotos mit der Nikon von meinem Vater gemacht. Bevorzugt draußen bei Sonne + Wolken.

Die Bedingungen haben sich geändert, als ich ausgezogen bin. Keine Nikon mehr und auch kein Balkon oder ähnliches, wo man mal eben rausgehen könnte. 

Alle Versuche ohne spezielles Licht Fotos zu machen scheiterten kläglich, sodass ich mir meine Softbox + Lichter kaufte.

 

Die beste Entscheidung aller Zeiten.

 

Zum eine ist man völlig Unabhängig von den Wetterverhältnissen und natürlich auch von der Tageszeit. (Wenn man tagsüber arbeitet oder einen IB mitmacht, sehr wichtig.)

Außerdem macht es viel mehr Spaß mit den Einstellungen der Kamera zu experimentieren, wenn die Lichtverhältnisse immer gleich sind. Dann sieht man nämlich mal wirklich, was sich da je nach Einstellung ändert.

 

Zufälligerweise hatte ich einen Studienkurs, der sich mit Fototechnik befasst hat. Aber die wichtigsten Sachen kann man auch ohne Studium lernen und berücksichtigen.

Ich wollte immer scharfe Fotos haben, aber trotz Stativ und guter Kamera wurde das nix. Kann ja auch nicht, wenn man nur alles automatisch einstellen lässt.

Man muss aber auch nicht alles manuell einstellen, das wird dann nämlich sehr kniffelig. Dafür gibt es bei fast allen Kameras (Mit Handys kenn ich mich nicht aus. Eventuell mit extra App.) verschiedene Modi, die jeweils nur eine Einstellung automatisch einstellen.

 

Das sind die Einstellungen Blende und Belichtungszeit.

Wenn man auf einem Stativ und mit gleichbeliebenden Lichtverhältnissen fotografiert, dann kann die Belichtungszeit beliebig lang sein. Nur wenn man aus der Hand fotografiert, sollte sie möglichst klein sein, da man sonst verwackelt. (Macht man aber einfach nicht.)

Entsprechend lässt man die Belichtungszeit von der Kamera regulieren und kümmert sich nur um die Blende. Mit der kann man nämlich hervorragend die Schärfe bzw. Unschärfe des Bildes bestimmen. Ich empfehle eine kurze Google Suche zur entsprechenden Kamera um herauszufinden welche Blendenstufen akzeptable genutzt werden können, ohne dass das Bild verzerrt wird. (Meine Kamera kann Blende 22, ich gehe aber maximal nur bis 11. Das reicht auch.)

 

Die mysteriöse Blendenzahl lässt sich so vereinfachen. Je größer, desto schärfer. (Die Belichtungszeit wird länger, aber darum kümmert sich unsere Kamera ja.)

Für optimale Bedingungen sollte man zusätzlich noch einen Zeit- oder Fernauslöser benutzen. Durch die große Blendenzahl und die lange Belichtung kann jede kleinste Schwingung der Kamera (z.B durch drücken des Auslösers) Unschärfe erzeugen. Ich stelle meinen Zeitauslöser immer auf 3 Sekunden.

 

24685171679_d7d4d742a7_n.jpg

 

Noch mehr Kontrolle über die Schärfe bekommt man durch Nutzung des Fokus. 

Man muss sich das MOC in verschiedenen Ebenen vorstellen. Im Vordergrund steht vielleicht eine Figur und im Hintergrund ein Haus. Von dem Punkt, den man als Fokuspunkt wählt wird das MOC in einem gewissen Bereich zur Kamera hin und zur Kamera weg scharf. Ein Fokuspunkt auf einem ganz vorne oder hinten liegenden Objekt verschenkt also Schärfe.

 

Falls das alles nicht reichen sollte das Modell komplett scharf zu kriegen hat man weiter Möglichkeiten. Zum einen kann man mit der Kamera ein Stück zurück gehen. Dadurch wird zwar das Modell im Bild kleiner, jedoch kann man dies später Ausschneiden. Man verliert dadurch natürlich Bildpunkte. Bei heutigen Kameras, die gerne mal 3000x5000 Pixel große Fotos machen ist das aber verschmerzbar. Fortgeschritten ist die Möglichkeit zwei Fotos mit verschiedenen Fokuspunkten zu machen und diese dann nachträglich zu vereinen. Das erfordert natürlich etwas Wissen und Übung. (Das hab ich selbst noch nie gemacht.)

 

Wichtig wird der Fokus natürlich auch, wenn man bewusst mit Unschärfe arbeiten möchte. Dazu wählt man dann ein kleinere Blendenzahl. 

 

Achja. Da gibt's noch diesen ISO-Wert. Bei optimalem Licht sollte der so klein wie möglich sein (100). Ansonsten kann man auch etwas hochgehen (400) aber muss sich dann bewusst sein, dass das Rauschen im Bild größer wird.

 

Ich könnte jetzt noch was zur Bildbearbeitung schreiben, aber ich glaube ja nicht, dass jemand bei diesem kleinen Exkurs bis zum Ende gelesen hat ;)

Schreib ich vielleicht morgen.

 

Bei Fragen, die dieser wirre Text sicher aufwerfen wird, nur raus damit

Jonas


  • speedyhead, rolli, Fletcher Floyd und 7 anderen gefällt das

#6 Gamabomb

Gamabomb

    Offiziersanwärter

  • Mitglieder
  • PunktPunktPunktPunktPunkt
  • 285 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 21:25 Uhr

@Legopard  Also ich habs natürlich mit Begeisterung GANZ gelesen und werde bei meinen nächsten Fotos die Tipps berücksichtigen und auch ein wenig mehr ausprobieren.

Ich muss auch mal mehr manuell einstellen und ein Stativ hab ich auch noch nicht benutzt. :wub:

 

 

LG Stefan


 27443900884_9b92df4956_m.jpg


#7 Boba1980

Boba1980

    xxx

  • Mitglieder
  • 663 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 23:02 Uhr

Super, auf diesen Thread habe ich gewartet. Der Irrglaube, dass gute Fotos sehr zeitaufwändig sind und teures Equipment voraussetzen, scheint sich offenbar immer weiter zu verfestigen. :confused:  Man hat es bei den Kommentaren zu den aktuellen MO gesehen. Und das ist natürlich totaler Blödsinn.
Wer kein Bock auf's Fotografieren hat, ok das ist in Ordnung. Aber zu behaupten es sei teuer, schwierig und mega zeitaufwändig ist einfach Quatsch.

 

Bobas Equipment:
Fotoapparat etc:

- Canon EOS 350 D (im Jahre 2005 gekauft)
- Objektiv: Sigma DC 17-70 mm 1:2,8 – 4,5 (ok, das ist teuer) Es geht aber auch mit den Standardobjektiven oder ner billigen 50 mm Festbrennweite.
- Sonstiges: Als Stativ nutze ich ein solides Manfrotto Stativ (ja, auch teuer, aber ein 30€ Stativ würde auch genügen). Kabelauslöser (Selbstauslöser-Funktion geht auch).

Fotohintergrund:
-diverse Bögen Tonkarton aus dem Bastelladen
-ggf. weiße Tücher gegen direkte Sonneneinstrahlung
 
Licht:
- Die meisten meiner kleinen MOCs habe ich in einer selbst gebauten Fotobox geschossen (Bild 1). Die kann man auch billig kaufen (wäre dann auch deutlich platzsparender). Einfach Google nach "Fotobox", "Fotozelt“ oder "Softbox"  befragen.
- Größere Objekte fotografiere ich draußen bei bewölktem Himmel.
- Wenn ich in der Fotobox fotografiere nutze ich entweder das Tageslicht oder verwende Taglichtstrahler (in einem ansonsten stockdunklen Raum!!!)

- Bild 2+3 zeigen die nicht idealen Verhältnisse auf der ComicCon. Auch solche Bilder lassen sich noch verwerten. (Danke noch mal an die beiden Helfer ;))
 
Software für Korrekturen und zum Freistellen von Fotos:

- Adobe Photoshop Lightroom (ne uralte Version)

- Adobe Photoshop Elements 10

 
Erfahrungen, Tipps, Workflow:
- Die Fotos schieße ich im RAW und JPG Format. Die Kamera speichert also direkt das RAW und das jpg Bild ab.
- Ich weiß eigentlich vorher relativ genau aus welcher Perspektive ich das Bild haben möchte und beschränke mich selbst auf maximal drei Kamerapositionen (wenn überhaupt) und schieße je Position ca. 4 Bilder mit unterschiedlicher Blende (hat Jonas ja schon erklärt).
- Anhand der jpg-Bilder treffe ich die finale Auswahl der Bilder, die ich verwenden möchte. Oft ist das nur ein Bild.

- Von diesem Bild öffne ich dann die RAW Datei in Photoshop Lightroom und mache folgendes:  Bildausschnitt festlegen und Tonwert korrigieren, Belichtung korrigieren, Farbsättigung einstellen, Schärfen und Rausunterdrückung (da Legosteine gerade Kanten haben und eine einheitliche Fläche darstellen, muss man hier nicht sparsam vorgehen)

 

- Wenn das Bild noch freigestellt werden soll (siehe Bild 4) bearbeite ich diese mit Photoshop Elements.
- Das Freistellen ist so eine Sache. Aus meiner Sicht mit Photoshop Elements aber wirklich gut zu machen. Bei klaren geraden Kanten nimmt einem die Automatik einiges ab. (Vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal ja ein paar Screenshots zu machen).
- Zu dem Ganzen Thema gibt es aber auch sehr gute Tutorials auf  YouTube.
 

Beispiele:

 

Fotobox
 
ComicCon

 

27967614065_901e78131b.jpgTower Attack - reloaded by Boba-1980, auf Flickr

 

28025967116_b36efa9e41.jpgMicrofighter - Hammerhead-Class Cruiser by Boba-1980, auf Flickr

 

So, das wärs erst mal. Ich muss mich der zweiten Runde der MO windmen.  ;) 

Bei Fragen, gerne Fragen.

 

Gruß

Boba


  • Legopard, HawaiiToad, Balbo und 3 anderen gefällt das
my flickr

#8 Gamabomb

Gamabomb

    Offiziersanwärter

  • Mitglieder
  • PunktPunktPunktPunktPunkt
  • 285 Beiträge

Geschrieben: 22 Juli 2016 - 23:16 Uhr

@HawaiiToad @Boga , danke an euch für euren Beitrag...so hat sich der Gama das vorgestellt...wo bleibt der Rest der Bande, nicht nur gucken POSTEN? :D

 

LG Stefan


  • HawaiiToad gefällt das

 27443900884_9b92df4956_m.jpg


#9 Disco86

Disco86

    Untertitel

  • Mitglieder
  • 2.095 Beiträge

Geschrieben: 23 Juli 2016 - 00:42 Uhr

Bin Pokemons jagen ;)
  • Luke10, boga, Balbo und 2 anderen gefällt das

#10 Fletcher Floyd

Fletcher Floyd

    Schnellbauer

  • Mitglieder
  • 1.961 Beiträge

Geschrieben: 23 Juli 2016 - 07:36 Uhr

@Legopard: Danke für den super-informativen Beitrag, top und super geschrieben! Auch danke an alle anderen und Gamabomb für den tollen Thread!

Besonders interessant finde ich in Legopards, nennen wir es gleich mal "Moc-Fotografie-Crashkurs", den Punkt "Komplettschärfe". Der einfache Trick ist, wie Du sagst, einfach totaler, also "von weiter weg" zu fotografieren.

Wie aber die kurz angerissene, fortgeschrittene Technik, dieses Überlagern verschiedener Bilder mit gleichem Bildausschnitt, aber "wandernder Schärfe" funktioniert, interessiert mich besonders. Da hoffe ich, dass es uns hier noch jemand erklären kann. Grundvoraussetzung sind hier Stativ plus Fernauslöser sowie zu 100% konstante Lichtverhältnisse.

Aber wie mache ich zB aus drei Fotos dann den "Money Shot"?

Zu meinen Fotos kann ich sagen: Ich verwende eine Canon EOS 1000 d, das Einsteigermodell mit Standartoptik. Die ist bei gutem Licht völlig ausreichend.

Licht hole ich mir bei Vignetten und mittelgroßen Mocs durchs Fenster sowie 1-2 Schreibtischlampen, das ist definitiv noch ausbaufähig:-)

Stelle die Mocs beim Ablichten in der Regel auf meinen Arbeitstisch, oft sind da noch Maus/Tastatur/Monitor im Hintergrund zu sehen, die ich dann per Gimp verschwinden lasse -Rock n' Roll;-)
  • Gamabomb gefällt das
NEU: Lego Star Wars - A New Home (Brickfilm): "https://www.youtube....ed/z0XXYuFqs-c"

Meine MOC's in 2015 (Clipshow): "https://www.youtube....bed/CxLr9xTnpr4

Brickfilm "Monkey Business": "https://www.youtube....bed/Ok68A1oMdAo

#11 Gamabomb

Gamabomb

    Offiziersanwärter

  • Mitglieder
  • PunktPunktPunktPunktPunkt
  • 285 Beiträge

Geschrieben: 23 Juli 2016 - 11:33 Uhr

@Disco86 danke für die sinnlose Info, Verschwendung von Internettinte nenne ich das mal. :D

 

@Fletcher Floyd ich glaube das Zusammenführen mehrerer unterschiedlich scharfer/unscharfer Ebenen, wie Legopard das erwähnt, ist  echt schwer, aber schau mal hier.

 

https://www.psd-tuto...nfuegen.106793/

 

LG Stefan


  • boga gefällt das

 27443900884_9b92df4956_m.jpg


#12 Legopard

Legopard

    Miau

  • Mitglieder
  • 597 Beiträge

Geschrieben: 23 Juli 2016 - 18:51 Uhr

Also erstmal würde ich mich freuen, wenn der Thread zu den Lego-Fragen verschoben werden könnte.

Wer bitte würde bei Brickfilme nach sowas suchen? 

 

Freut mich, dass ihr was mit meinen Erfahrungen anfangen konntet.

 

Hier möchte ich kurz noch etwas zum Thema mehrere Fotos zusammensetzen sagen.

Generell habe ich das schonmal vorher gemacht, dann aber nur um Reflexionen wegzubekommen.

Heute habe ich dann mal aus Interesse versucht zwei Bilder mit verschiedenen Schärfen zusammen zu setzen und bin dabei auf ein Problem gestoßen, dass ich vorher nicht bedacht hatte. Durch die unterschiedliche Fokussierung wird auch das Objekt verschieden groß auf den Fotos. Das ist zwar nur sehr wenig, fällt aber auf, wenn man nichts weiter daran ändert. Behoben habe ich das Problem dann einfach manuell und das eine Bild mit 50% Transparenz als Ebene über das andere gelegt und solange skaliert und verschoben, bis es gepasst hat. Danach habe ich die Transparenz wieder auf 100% gesetzt und die unscharfe Hälfte des Bildes maskiert. 

 

Bildschirmfoto 2016-07-23 um 19.47.59.png

 

Wenn man ganz genau hinschauen würde, dann könnte man eventuell noch sehen, wo der Schnitt ist. Ansonsten bin ich zufrieden mit dem Bild.

 

WallE-Alternative01.jpg

Wall-E Alternative: Monocycle von der ComicCon

 

Bei einem Modell dieser Größe wäre es vermutlich eigentlich nicht nötig gewesen. Das hätte man auch mit den anderen Tricks hinbekommen: Blende und Kamera ein Stück nach hinten stellen. Aber jetzt hab ich's mal gemacht.

 

Grüße

Jonas


  • Boba1980 gefällt das

#13 Fletcher Floyd

Fletcher Floyd

    Schnellbauer

  • Mitglieder
  • 1.961 Beiträge

Geschrieben: 23 Juli 2016 - 22:04 Uhr

Viel passender als in der Foto-Ecke können wir den Thread eigentlich kaum parken. Zudem ist er angepinnt, also immer gleich auf den ersten Blick zu sehen.

Ggf. sollten wir aber anstreben, den Bereichstitel aus gegebenem Anlass zu erweitern in "Brickfilme, Comics & Fotografie". Werden wir uns zeitnah mit beschäftigen.

Danke für Deine "Feldstudie"! Das Überlagern der Einzelbilder scheint in der Tat eine Kunst für sich zu sein. Beim gezeigten Beispiel hat es aber mE doch schonmal super geklappt. Nach meinem Urlaub werde ich da selbst auch einmal ein bisschen herumprobieren und meine Eindrücke schildern:-)
NEU: Lego Star Wars - A New Home (Brickfilm): "https://www.youtube....ed/z0XXYuFqs-c"

Meine MOC's in 2015 (Clipshow): "https://www.youtube....bed/CxLr9xTnpr4

Brickfilm "Monkey Business": "https://www.youtube....bed/Ok68A1oMdAo