Lego ist illegal?

Gerechtigkeitsliga

Ein normaler Mensch!
RLUG Orga
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Natürlich geht es nicht um Lego, sondern um den in der Lego-Gemeinschaft leider gängigen Begriff der "illegalen Bautechnik"!

Das Wort "illegal" hinterlässt immer einen faden Nachgeschmack bei mir. Illegal ist schon mal gar nix beim "normalen" Moccen. Welcher "Außnahme-Moccer" sich diesen Begriff hat einfallen lassen wusste wohl nicht was er tut o_O
Vermutlich bezog man sich hierbei auf ein firmeninternes Dokument von Lego, welches den Modellbauern bei Lego hinweise gibt, welche Bautechniken nicht für eine Produktion geeignet sind. Schließlich müssen die Steine einfach auf- und wieder abgebaut werden und auch zum Spielen halten und nicht beim bloßen Anschauen abfallen. Und dies leicht verständlich für alle Altersklassen.
Diesen firmeninternen Hinweis auf die Community zu projizieren (und das noch nicht mal konsequent, sondern eher "Herauspickend") finde ich anmaßend und bevormundend. Z. b. ist das Biegen von Steinen um einen Kreis zu bauen seitens Lego nicht für Ihre Modelle vorgesehen, aber in unserer Moccer-Welt schon. Sollte dies dann nicht auch zu den "illegalen" Techniken zählen (ich benutze das Wort illegal so ungern im Bezug auf Lego).
Jedem sollte frei gestellt sein zu bauen wie er will mit Techniken die er selber aussucht.
Das Schneiden von Schläuchen ist auch ein Thema wo viele Hardcore-Moccer gerne mal an die Decke gehen. Erlaubt? Nicht erlaubt? Klar sollte es erlaubt sein, denn bei alten Lego-Sets musste man diese sogar zuschneiden. Nur im Rahmen der Kosteneinsparung wurden alle Schläuche etc. auf ein genaues Maß produziert. Denn früher war immer mehr Material enthalten, falls sich mal einer beim Kürzen vermisst oder so.

Für mich ein klares "no-go" ist kleben, schrauben oder alles was daszu dient, dass Legoteile verbindet, die sonst nicht halten würden.
Alle anderen Techniken die durch reine Klemmkraft der Steine bestechen sind für mich ok. Und wenn ich eine Hand in einen Schlauch stecke........sie hält von alleine. Also sollte dies erlaubt sein, auch wenn man dafür etwas fester drücken muss.

Nächstes Thema "Gummis". Da bin ich im Zwiespalt. Einerseits benutzt Lego diese ja auch um bestimmte Funktionen bei den Modellen zu gewährleisten. Oft sieht man bei den Moccern auch, dass Gummis zur Befestigung von Teilen genutzt werden. Sollte dies erlaubt sein?
Nun ich bin der vorrangingen Meinung "Ja", wenn diese nachweislich von Lego sind (was sehr schwer ist nachzuweisen). Es gibt nun mal Augenblicke wo man ohne Gummi nicht klarkommt (hey nicht abschweifen, ich rede noch von Lego). Z. B. als "Zurrband" für Gepäck bei Pferden oder ähnlichem.

Es gibt vermutlich noch viele viele Beispiele, die ihr hier gerne aufführen und diskutieren könnt. Bilder sind willkommen.
 

Großadmiral Thrawn

Imperium
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Hi,

ein Beitrag zu diesem Thema, der mir voll und ganz aus der Seele spricht.
Diese ganze Diskussion ob erlaubt oder nicht schränkt eigentlich nur die Kreativität ein.
Solange die Steine nicht zerstört werden werde ich alles nutzen was mir ein fällt
und wenn ich dadurch nicht an Wettbewerben teilnehmen kann, ist es so.

Gruß Thrawn/Frank
 

Mariner69

Der Mann aus dem Meer
RLUG Orga
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Hi,

Das Thema ist Top, ich finde ein MOC sollte stabil sein. Nicht wenn man es anpackt das es auseinander fällt.
Deshalb ein Nogo zu kleben und schrauben. Gummis und Schnüre würde ich erlauben weil diese von Lego auch zur Verfügung gestellt werden.
Was ich nicht so toll finde aber Top aussieht ist das benutzen von Bildbearbeitungsprogrammen.
Wir hatten es vor langer langer Zeit auch bei den Wettbewerben. Da wurden die MOC´s z. B, so
Präsentiert das Figuren schweben, Teile wurden gespiegelt , wegretuschiert. Eben nur für das Foto.
Deshalb finde ich ein MOC sollte so dargestellt werden wie man es vor der Bildbearbeitung ( Natura ) sieht und
nicht um die Fähigkeit ein Bildbearbeitungsprogramm zu beherschen.

LG
Mariner69
 

3PO

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Zum Thema Wettbewerbe :

Wenn ich eine klaren Linie im Wettbewerb haben will dann würde ich diese Regel empfehlen:

WAR ES es oder IST ES eine Bautechnik die auch bei Legosets zu finden ist dann ist es OK. Siehe auch Tron ... das Teil hält auch nur auf einer halben Noppe :eek:.

Bei Unklarheiten ist der Bauplan heranzuziehen.

Zum Thema Moc:

Hier bin ich schon fast beim Modellbauer aber generell sollte es OK sein Lego Bauteile jeglicher Art so zu nutzen wie es der Freigeist hergibt.
Da schließe ich auch Schnüre.. Gummis... oder Netze ein. Alles ist erlaubt ob verlegt... gelegt... halb gesteckt und und.

Auch Reste von Lego Aufkleber werden teilweise sehr kreativ genutzt. Oder Teile werden verbaut die ich noch nie gesehen habe. Siehe auch die interessante Review von Gerechtigkeitsliga.

Letztendlich muss jeder selber wissen was er damit macht. Für Wettbewerbe würde ich generell den oben genannten Punkt heranziehen um eine Chancengleichheit zu gewährleisten.

Könnte mir aber auch Wettbewerbe vorstellen ohne Grenzen ;)

Immerhin ist es Lego, es ist ein Spielzeug und mit dem Spielzeug gibt es keine Grenzen, nur du bist die Grenze.

Illegale Bautechniken gibt es nicht im Kinderzimmer. Hier kommen auch manchmal Kekse als Wände zum Einsatz

Grüße 3PO
 

riepichiep

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Meine Meinung von vor 2 Jahren :)

Als Kind habe ich gebaut, was ging - wenn Teile in einer bestimmten Art kombiniert werden konnten, dann tat ich das.

Ob das auch Sicht der Firma legal oder illegal war, war mir völlig egal. Und nach der Lektüre dieses PDFs habe ich entschieden, das weiterhin so handzuhaben ...
Ich bin immer noch der Ansicht ...
 

Kasia

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So eine Ähnliche Grundsatzdiskussion kenne ich aus dem Computerspielbereich wenn es immer wieder heißt "Cheater", Bugusing, Boosten, Camper etc. PP. Als Antwort kam von den Herstellern meistens: Der Spieler nutzt legendlich die Rahmenbedingungen aus, welche Ihm das Spiel bietet.
Für mich trifft dies aber nur bedingt zu...
Ja, ich würde alle Steine, Schnürre, Hosen, Aufkleber etc. für mich so nutzen wollen wie
Ich es für nötig halte. ABER nur so bauen das man mit dem Moc spielen könnte und es nicht instabil wirkt oder ist. Auch eine Verfremdung durch Bildbearbeitung lehne ich strickt ab.
Viele werden jetzt sagen, das der Moccer somit immer gewinnen wird gegenüber Kindern oder Rentnern. NEIN, denn ein Wettbewerbsbeitrag gewinnt nicht durch Technik sondern durch Witz, Idee und Charme!
Dieses Erlauben von Techniken nur wenn sie in Anleitungen vorkommen halte ich für Antiquiert. Habe das gestern schon an anderer Stelle gesagt. Lasst das Inquisitionsgehabe und nutzt einfach die Möglichkeiten/Inspiration die Lego einem bietet. Dann hat man auch wieder Spaß am bauen und rutscht nicht ab in Dark Ages oder nur Kaufen/Sortieren Alltag.

In diesem Sinne...
Gruß Robert
 
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3PO

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So eine Ähnliche Grundsatzdiskussion kenne ich aus dem Computerspielbereich wenn es immer wieder heißt "Cheater", Bugusing, Boosten, Camper etc. PP. Als Antwort kam von den Herstellern meistens: Der Spieler nutzt legendlich die Rahmenbedingungen aus, welche Ihm das Spiel bietet.
Für mich trifft dies aber nur bedingt zu...
Ja, ich würde alle Steine, Schnürre, Hosen, Aufkleber etc. für mich so nutzen wollen wie
Ich es für nötig halte. ABER nur so bauen das man mit dem Moc spielen könnte und es nicht instabil wirkt oder ist. Auch eine Verfremdung durch Bildbearbeitung lehne ich strickt ab.
Viele werden jetzt sagen, das der Moccer somit immer gewinnen wird gegenüber Kindern oder Rentnern. NEIN, denn ein Wettbewerbsbeitrag gewinnt nicht durch Technik sondern durch Witz, Idee und Charme!
Dieses Erlauben von Techniken nur wenn sie in Anleitungen vorkommen halte ich für Antiquiert. Habe das gestern schon an anderer Stelle gesagt. Lasst das Inquisitionsgehabe und nutzt einfach die Möglichkeiten/Inspiration die Lego einem bietet. Dann hat man auch wieder Spaß am bauen und rutscht nicht ab in Dark Ages oder nur Kaufen/Sortieren Alltag.

In diesem Sinne...
Gruß Robert
Inquisition = ..... als Einrichtung der ..... Kirche wirkendes, mit großer Härte und grausamen Untersuchungsmethoden gegen Abtrünnige, Ketzer vorgehendes Gericht.

Beim nächsten Treffen gibt es dann 2x4 Steine zwischen die Fingenägel um eine Aussage von dir zu Erzwingen..... Lego Friends ist besser als Star Wars :p
 

tastenmann

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Hallo zusammen,

eine interessante Diskussion, die sich da entwickelt.

Ob eine Bautechnik als "illegal" klassifiziert wird, hat sich über die Jahre auch bei Lego selbst gewandelt. Beispielsweise kam das Einklemmen einer Fliese zwischen zwei Noppen früher noch in Sets vor, heute würde man das anders lösen. Schaut man auf die Modelle im Miniland, die von Lego-Designern gebaut sind, so werden auch dort runde Wände gebaut. Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem, im Gegenteil. Man muss auch mal neue Wege ausprobieren, gerade weil es mittlerweile so viele Spezialteile gibt, die einem tolle neue Möglichkeiten eröffnen.
Wenn ich zwei Legoteile so miteinander verbinden kann, dass sie halten, ist das meiner Meinung nach legitim, solange kein Teil dabei irreversibel verbogen oder beschädigt wird.

Stabilität wird bei MOCs oft als Grundsatz ins Feld geführt. Auch ich bin kein Freund davon, wenn ein Modell schon bei der kleinsten Berührung auseinanderfällt. AUf der anderen Seite halten sich aber die aktuellen Lego-Modelle auch nicht immer an diesen Grundsatz. Manche Lego Friendssets sind so fragil, dass regelmäßig Teile beim Spielen abfallen. Einiges ist nur lose eingelegt und verabschiedet sich beim Umdrehen.
Auch bei Star Wars gibt es solche Sets. Ich erinnere mich noch gut an die Republic Frigate 7964 meine Sohnes, der hatte oft irgendwelche Abdeckungen in der Hand, die man mühevoll wieder feststecken musste. Kein gutes Set. Und Gummibänder zur Befestigung gab es bei Star Wars Sets auch, wenn ich mich recht erinnere. Für MOCs sehe ich das etwas entspannter. Es muss halten, man sollte es hochheben können, aber man muss keine Schlacht damit gewinnen (das ginge mit meinem AT-AT z. B. nicht :p).

Viele Grüße
Tastenmann
 

treffer21

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Hallo zusammen,

eine interessante Diskussion, die sich da entwickelt.

Ob eine Bautechnik als "illegal" klassifiziert wird, hat sich über die Jahre auch bei Lego selbst gewandelt. Beispielsweise kam das Einklemmen einer Fliese zwischen zwei Noppen früher noch in Sets vor, heute würde man das anders lösen. Schaut man auf die Modelle im Miniland, die von Lego-Designern gebaut sind, so werden auch dort runde Wände gebaut. Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem, im Gegenteil. Man muss auch mal neue Wege ausprobieren, gerade weil es mittlerweile so viele Spezialteile gibt, die einem tolle neue Möglichkeiten eröffnen.
Wenn ich zwei Legoteile so miteinander verbinden kann, dass sie halten, ist das meiner Meinung nach legitim, solange kein Teil dabei irreversibel verbogen oder beschädigt wird.

Stabilität wird bei MOCs oft als Grundsatz ins Feld geführt. Auch ich bin kein Freund davon, wenn ein Modell schon bei der kleinsten Berührung auseinanderfällt. AUf der anderen Seite halten sich aber die aktuellen Lego-Modelle auch nicht immer an diesen Grundsatz. Manche Lego Friendssets sind so fragil, dass regelmäßig Teile beim Spielen abfallen. Einiges ist nur lose eingelegt und verabschiedet sich beim Umdrehen.
Auch bei Star Wars gibt es solche Sets. Ich erinnere mich noch gut an die Republic Frigate 7964 meine Sohnes, der hatte oft irgendwelche Abdeckungen in der Hand, die man mühevoll wieder feststecken musste. Kein gutes Set. Und Gummibänder zur Befestigung gab es bei Star Wars Sets auch, wenn ich mich recht erinnere. Für MOCs sehe ich das etwas entspannter. Es muss halten, man sollte es hochheben können, aber man muss keine Schlacht damit gewinnen (das ginge mit meinem AT-AT z. B. nicht :p).

Viele Grüße
Tastenmann

Einklemmen einer fliese gibts aktuell auch noch beim empire state building an mehreren stellen.
Meiner meinung denk ich auch, wenns ohne schraube und kleber hält, ists net illegal.

Grüsse stefan
 

RebelPilot

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Hallo zusammen,

eine interessante Diskussion, die sich da entwickelt.

Ob eine Bautechnik als "illegal" klassifiziert wird, hat sich über die Jahre auch bei Lego selbst gewandelt. Beispielsweise kam das Einklemmen einer Fliese zwischen zwei Noppen früher noch in Sets vor, heute würde man das anders lösen. Schaut man auf die Modelle im Miniland, die von Lego-Designern gebaut sind, so werden auch dort runde Wände gebaut. Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem, im Gegenteil. Man muss auch mal neue Wege ausprobieren, gerade weil es mittlerweile so viele Spezialteile gibt, die einem tolle neue Möglichkeiten eröffnen.
Wenn ich zwei Legoteile so miteinander verbinden kann, dass sie halten, ist das meiner Meinung nach legitim, solange kein Teil dabei irreversibel verbogen oder beschädigt wird.

Stabilität wird bei MOCs oft als Grundsatz ins Feld geführt. Auch ich bin kein Freund davon, wenn ein Modell schon bei der kleinsten Berührung auseinanderfällt. AUf der anderen Seite halten sich aber die aktuellen Lego-Modelle auch nicht immer an diesen Grundsatz. Manche Lego Friendssets sind so fragil, dass regelmäßig Teile beim Spielen abfallen. Einiges ist nur lose eingelegt und verabschiedet sich beim Umdrehen.
Auch bei Star Wars gibt es solche Sets. Ich erinnere mich noch gut an die Republic Frigate 7964 meine Sohnes, der hatte oft irgendwelche Abdeckungen in der Hand, die man mühevoll wieder feststecken musste. Kein gutes Set. Und Gummibänder zur Befestigung gab es bei Star Wars Sets auch, wenn ich mich recht erinnere. Für MOCs sehe ich das etwas entspannter. Es muss halten, man sollte es hochheben können, aber man muss keine Schlacht damit gewinnen (das ginge mit meinem AT-AT z. B. nicht :p).

Viele Grüße
Tastenmann
Eine Fliese etc. in einen Clip einzustecken ist/war meines Wissens nach auch kange eine illegale Bautechnik (oder irre ich mich da?). Das hat Lego mit dem neuen UCS ISD ja auch ad acta gelegt, dort sind hinten an den Triebwerken 1x2 Tiles in die Clips von 1x2 modifzierten Platten mit zwei Seitenclips eingeklemmt.
 

3PO

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Eine Fliese etc. in einen Clip einzustecken ist/war meines Wissens nach auch kange eine illegale Bautechnik (oder irre ich mich da?). Das hat Lego mit dem neuen UCS ISD ja auch ad acta gelegt, dort sind hinten an den Triebwerken 1x2 Tiles in die Clips von 1x2 modifzierten Platten mit zwei Seitenclips eingeklemmt.
Gibt es Bilder dazu ? Kann mir gerade nicht darunter vorstellen.
 

HawaiiToad

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Im Grunde habe ich zu diesem und ähnlichen Themen in den letzten Jahren meine Meinung schon oft genug kund getan. Wenn sich aber mal wieder die Gelegenheit bietet, gerne. ;)

Erstmal - was ein Kind mit LEGO macht ist seine Sache. Da wird in den Mund gesteckt, gekratzt, mit in die Sandkiste genommen, bemalt, Aufkleber, mit Playmobil kombiniert und und und...

Auch ein Erwachsener kann im Grunde mit seinem LEGO anstellen was er will - er hat es ja gekauft.
Dann kommt aber irgendwann bei einigen der Moment, wo sie ihre Mocs anderen zeigen wollen.
Hier ist nun nicht mehr alles so einfach.
Wer er also vorher meinte das i-Tüpfelchen wäre ein Spritzer echter Schlagsahne oben auf oder der Hamster muß mit ins Bild, wird nun eines Besseren belehrt.

Leuchtet dies noch halbwegs ein, sieht die Sache bei Material und Bautechniken nochmal anders aus.
Ich selbst bin da auch eher Purist.
Erlaubt ist was mit echten Legosteinen gebaut werden kann und einigermaßen stabil ist.
Dann macht man ein Foto davon und fertig.
Das LEGO steht im Mittelpunkt.
Mein Hobby heißt LEGO, nicht Fotografie.

Leider geht die Entwicklung bei einigen in eine andere Richtung.
Effekte, Effekte, Effekte...

Wegretouchieren von Verbindungen für Schwebeeffekte, digitales Einfärben von Steinen, Lensflare, Fotohintergründe, Effekte mit Schriftarten Einbringen von digitalen Effekten wie Rauch, Feuer...
Das ist einfach nicht meins.
Auch Verwendung von Folien oder Pappe aus den Sets, Zuschneiden von Aufklebern usw. - geht es wirklich nicht ohne? Wenn es private Mocs sind muß man damit leben, bei Wettbewerben bekomme ich da dann richtig Bauchschmerzen.
Auf IDS gibt es da eher ein strengeres Regelwerk und Vorgaben - ich finde das gut.
Man besinnt sich auf das Wesentliche und gleicht auch die Chancen ein Stück weit an.

mfg HT / Christian
 

Großadmiral Thrawn

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Hi,

das das ganze

Effekte, Effekte, Effekte...

Wegretouchieren von Verbindungen für Schwebeeffekte, digitales Einfärben von Steinen, Lensflare, Fotohintergründe, Effekte mit Schriftarten Einbringen von digitalen Effekten wie Rauch, Feuer...
eigentlich nichts mehr mit Lego zu tun hat ist eigentlich klar. Nun wird das ja nicht nur bei IdS sondern auch bei den anderen Seiten immer mehr in den Vordergrund geschoben. Was soll es, wenn man ohne so was nicht auskommt, dann wünsche ich mir nur ein Bild im Original (So wie es auf Ausstellungen stehen würde).

Gruß Thrawn/Frank
 

3PO

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Hi,

das das ganze



eigentlich nichts mehr mit Lego zu tun hat ist eigentlich klar. Nun wird das ja nicht nur bei IdS sondern auch bei den anderen Seiten immer mehr in den Vordergrund geschoben. Was soll es, wenn man ohne so was nicht auskommt, dann wünsche ich mir nur ein Bild im Original (So wie es auf Ausstellungen stehen würde).

Gruß Thrawn/Frank

Ich habe auch nichts gegen Bildbearbeitung oder Effekte. Es hat nichts im Wettbewerb zu suchen ausser es wird explizit ausgewiesen. Bildbearbeitung ist ein übliches Tool , siehe Werbung oder auf Lebensmittelverpackungen und und und.

Solange auch darauf hingewiesen wird oder es auch ersichtlich ist auf dem Bild....... ist es mir vollkommend Wurst.

Ich finde es nur eine andere Art der Extreme oder auch Kunst/Hobby etwas zu bauen und sich dann mit der Bearbeitungung des Bildes zu beschäftigen.

Es liegt in der Betrachtung

Jeder hat sein Hobby

Mein Lego meine Regeln.

Wir sollten offen sein für ALLES und wenn ein Mitglied hier in der Community Schrauben benutzt oder mit dem Messer seine 2x4 Steine bearbeitet dann sollte das auch respektiert werden.

Sein Lego seine Regeln.

Es ist nur eine andere Art der Kunst/Hobby/Extreme.

Grüße 3PO

Ich sehe es mittlerweile etwas gelassener
 
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HawaiiToad

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Hi,

das das ganze



eigentlich nichts mehr mit Lego zu tun hat ist eigentlich klar. Nun wird das ja nicht nur bei IdS sondern auch bei den anderen Seiten immer mehr in den Vordergrund geschoben. Was soll es, wenn man ohne so was nicht auskommt, dann wünsche ich mir nur ein Bild im Original (So wie es auf Ausstellungen stehen würde).

Gruß Thrawn/Frank
Ich meinte damit auch nicht explizit nur IDS. Das kommt überall vor und woanders sogar eher noch häufiger und extremer.
In der Vergangenheit ist es auch auf IDS passiert und sorgte für Diskussionen, oft nicht ohne scharfen Unterton.
Aber zumindest in Contests wird hier ein Regelwerk angewendet (oder zumindest seit einiger Zeit), welches zu viel überflüssigen SchnickSchnack verbietet.
Vielleicht sind manche der hier gezeigten Beiträge dann etwas "einfacher" als woanders, aber damit kann ich eher leben, als wenn einer versucht mit BlingBling sein MOC zu puschen und sich so eine optischen Vorteil zu verschaffen.

Bei privaten MOCS müssen wir das hinnehmen, Der/Diejenige baut halt so wie es ihm/ihr gefällt.
Dafür muß man eben auch akzeptieren, das es kritische Stimmen zum Moc gibt, weil Einigen diese Effekte nicht zusagen.
Wettbewerbe sind aber eine andere Geschichte.
Wer sich mit anderen messen will, soll sein MOC für sich selbst sprechen lassen.
Keiner hat von ihm verlangt da Rauchwerk, Schweben ohne Stange, Hintergrundbild aus Film oder Natur und Original-Schriftzug einzubinden.
Optisch macht das natürlich viel her und wertet oft selbst ein schwächeres MOC noch auf.
Derjenige der das nicht einsetzen will oder kann, hat dann leider nicht selten das Nachsehen und büßt Stimmen ein.
Grade diese Beiträge sind es aber, die man immer häufiger zu sehen bekommt.
Was heute als Minimum für ein Foto vorausgesetzt wird, welches "es wert ist" auch mal geteilt, geliked oder auf anderen Seiten gezeigt zu werden, war früher mal der absolute Goldstandard im oberen Spitzenfeld.
Heute geht alles andere dann gnadenlos unter.

mfg HT / Christian
 

tastenmann

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Hallo,

bzgl. der Fotos bin ich etwas anderer Meinung. Es ist heute relativ einfach, ein recht gutes Foto zu machen. Man braucht dafür keine teure Kamera, aktuelle Smartphones leisten Erstaunliches. Wer dann noch die letzten 10% rausholen will, kann ja den Rechner mit Gimp oder Photoshop bemühen oder direkt auf dem Smartphone eine entsprechende App. Ich bin immer wieder erstaunt, welch gute Ergebnisse man auch ohne Vorkenntnisse erzielen kann. Gutes Licht ist wichtig, da hilft aber Tageslicht enorm. Und nachher etwas Helligkeit oder Kontrast anpassen ist kein Hexenwerk.

Was ich schade finde, ist, wenn jemand ein wirklich tolles MOC hinstellt und es dann auf dem Küchentisch fotografiert, auf dem noch die Krümel vom Frühstück liegen und die Pizzakartons vom Vorabend stehen. Im Hintergrund läuft der Fernseher und die Trainingsklamotten hängen über dem Stuhl. Etwas übertrieben, aber alles schon so gesehen.

Was ich damit sagen will: Ein gutes MOC bleibt ein gutes MOC, aber ein schönes Foto macht eben auch was aus. Man muss ja kein Kunstwerk daraus machen. Es ist so ein bisschen wie beim Essen, da ist es auch schade, wenn ein leckeres Menü lieblos auf den Teller geklatscht wird.

Gruß
Tastenmann
 
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HawaiiToad

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Nichts von dem das Du geschrieben hast ist in meinen Augen ein Widerspruch bzw. eine gegenteilige Aussage zu meiner oben genannten Meinung.

Ich sprach nicht von einem guten Foto an sich, ich sprach von aufwendiger Bearbeitung des Fotos.
Das ich per Smartphone keine gute Kamera besitze, ist meinen eigenen Vorlieben geschuldet. Ich will weder ein teures Smartphone noch irgendwelche Verträge, ich will erreichbar sein und andere erreichen können, sprich Telefon und SMS.
Ich habe ein einfaches Modell und eine Prepaid-Karte, reicht mir.
Also mußte ich mir eine Kamera besorgen, die aber auch mit 100 oder 120 Euro günstig ausfiel, dabei aber gute Ergebnisse liefert.

Das man sich mit verschiedenen Fotokartons als Hintergrund und 2 Lichtquellen versorgt oder gar einem Fotowürfel/-Zelt kommt auch mit der Zeit, wenn man weiß, das man längerfristig mehrere Fotos hochladen will. Nichts davon ist übertrieben teuer oder aufwendig.
Und kostenlose Programme geben den letzten Schliff in Punkto Kontrast und Helligkeit. Hier noch mal um 10% hoch und man ist idR mit seinem Foto zufrieden und bereit zum Hochladen. Oft genug geht es sogar ohne.

Ich rede von der echten Bearbeitung und Verfremdung des Fotos mit Effekten.
Das heißt Retuschieren, Ausschneiden und neu/anders Einfügen, digitale Hintergründe, (übertrieben viel und große) Schrift, eingefügte Effekte wie Rauch, Flammen Lichter, Umfärben von Elementen usw..
All das was das eigentliche MOC so nicht hergibt.
 
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Patrick1979

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Ich finde es super, dass sich zu diesem Thema endlich mal eine fruchtbare und ausführliche Diskussion entwickelt hat!
... um den in der Lego-Gemeinschaft leider gängigen Begriff der "illegalen Bautechnik"!
Das Wort "illegal" hinterlässt immer einen faden Nachgeschmack bei mir.
Da bin ich Deiner Meinung. Natürlich kommt nicht die Lego-Polizei, wenn Du zwei Clips ineinander steckst :p! Aber wie Du schon sagst: es ist halt der gängige Begriff, der sowohl von Lego genutzt wird und mit dem auch in der AFOL-Community jeder etwas anfangen kann - auch wenn nicht 100%ig definiert ist, was als "illegal" gilt und was nicht.
Wortwörtlich bedeutet "illegal" ja nicht nur "gesetzwidrig", sondern auch "unerlaubt". Lego bezeichnet damit Bautechniken, die in offiziellen Legobauten nicht verwendet werden, die bei "Lego Ideas" nicht zugelassen sind (bzw. spätestens beim Redesign durch Lego abgeändert werden) und die wahrscheinlich auch bei offiziellen Lego-Ausstellungen oder in der Masterpiece Gallery keine Chance hätten.
Nach meiner Erfahrung/Einschätzung gelten Techniken als "illegal/unerlaubt" (ohne Anspruch auf Vollständigkeit),
  • wo Teile besonders strapaziert und damit der Bruchgefahr ausgesetzt werden (z. B. wenn Verbindungen nicht vollständig einrasten können, sondern Spannungen erzeugen)
  • wo Verbindungen so fest sind, dass sie ein Kind nicht problemlos lösen kann (z. B. die Noppen einer 1x3-Platte in den Pinlöchern eines 1x4-Techniksteins)
  • wo Spalten/Lücken oder Absätze entstehen, weil innerhalb des Lego-Systems unterschiedliche Normen bestehen (z. B. zwischen Technic und Basic)
  • wo Teile aus Polykarbonat (i. d. R. transparente Teile) mit starker Reibung verbunden werden (weil diese aufeinander abfärben können)
Als Richtschnur gilt bei Lego: Eine Verbindung muss wiederholt und problemlos von einem Kind zusammengesteckt und gelöst werden können, ohne dass die Teile dabei beschädigt werden oder das Kind dabei frustriert. Wie man sieht, würde das Kriterium "instabil" deutlich zu kurz greifen. Denn "instabil" sind viele offizielle Lego-Bautechniken auch (jeder kennt diese Sets, wo Kindern beim Spielen ständig etwas abfällt). "Illegal" geht sogar eher in Richtung "zu stabil".

Außerdem sind natürlich Techniken "illegal/unerlaubt",
  • wo Teile nur gelegt oder unvollständig gesteckt sind (es geht nicht um dekorative Elemente! Ein Knochen darf natürlich in die Rancor-Höhle gelegt werden, aber am Bauwerk müssen alle Verbindungen fest sein)
  • wo Legoteile in irgendeiner Form bearbeitet werden (geschnitten, gesägt, geschraubt, geklebt, ..., usw.)
Jetzt gibt es natürlich unglaublich viele Grenzfälle:
Zuschneiden von Schläuchen (auch "rigid hoses")? Mache ich oft. Für andere ein No-go! Original-Lego-Steine mit eigenen Drucken/Aufklebern? Finden viele okay, ich nicht. Waffen/Minifig-Ausrüstung von Brickarms & Co? Sieht cool aus, ist aber nichts für mich. Verwendung von Lego-Gummis abseits von Technic-Funktionen? Für mich in Ordnung, für andere nicht. Lego-Schnüre? Da bin ich schon etwas kritischer, kommt auf den Fall an. Verwendung von Gussrahmen? Halte ich für kreativ, für manche ist das nur Abfall, der in einem MOC nichts verloren hat. Selbstgedruckter Hintergrund als Kulisse? Für mich inakzeptabel, andere finden's schön! Schienen oder Lokomotiv-Räder vom Drittanbieter? Ich bin kein Eisenbahner, aber wenn man denen glauben darf, geht's gar nicht ohne. Für mich als Purist trotzdem nicht okay. "Geschüttete" Teile (z. B. als Wasser)? Sieht für mich schick aus, hätte bei Lego natürlich keine Chance.

Was möchte ich damit sagen? Wenn es eines gibt, worauf wir uns angesichts des Verlaufs dieser Diskussion sicherlich einigen können, dann dass die Frage, welche Bautechniken aus der "Grauzone" jemand okay findet und welche nicht, zu 100 % subjektiv ist und sich von AFOL zu AFOL unterscheidet! Und selbstverständlich gilt genau das:
Jedem sollte frei gestellt sein zu bauen wie er will mit Techniken die er selber aussucht.
Logisch darf jeder bauen, wie er will! Keiner hat uns hier etwas vorzuschreiben! Nutzt alle Bautechniken, die Ihr wollt, wenn es um Eure - wie @HawaiiToad es nannte - "privaten MOCs" geht! Das gilt logischerweise auch thematisch. Lego baut kein modernes Kriegsspielzeug. Trotzdem darf natürlich jeder Kampfpanzer und Schlachtschiffe moccen, so viel er möchte. Stellt mit Lego Gewalt, Sex und Horror dar! Lego hat Euch diesbezüglich nichts vorzuschreiben!

Aber im Gegenzug müssen wir auch Verständnis dafür haben, wenn "Lego Ideas" oder der Veranstalter einer Ausstellung bestimmte Sachen ausschließt. Das steht denen ebenso frei, wie uns frei steht, in unseren "Privat-MOCs" zu machen, was wir wollen.

Und das führt mich zu den IDS-Bauwettbewerben. Wenn es um einen Wettbewerb geht, bei dem am Ende abgestimmt wird, dann müssen diese oben dargestellten völlig subjektiven und von Person zu Person völlig unterschiedlichen Ansichten irgendwie objektiviert werden. Das gebieten Fairness und Vergleichbarkeit.
Wir könnten natürlich jede einzelne Technik bewerten. Aber das wäre erstens eine Never-Ending-Story und würde zweitens immer zu Unmut führen. Wenn wir Technik 1 zulassen, findet Person A das blöd. Wenn wir Technik 2 zulassen, findet Person B das doof (A aber super!), usw.

Deshalb gibt es meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir lassen alles zu oder wir sind relativ streng und orientieren uns an dem, was bei Lego als offizielle Bautechnik "legal/erlaubt" ist. Und zweiteres ist eben genau das, was ich als Veranstalter der Wettbewerbe bislang gemacht habe. Und weil die Regeln für alle gleichermaßen gelten, finde ich das fair. Jeder weiß, wenn er am Wettbewerb teilnehmen will, dann muss er halt bei seinem MOC auf "illegale" Techniken verzichten, auch wenn er sie sonst gerne verwendet. Ist wie mit dem Rauchen. Jeder soll rauchen, so viel er will. Ist nicht verboten. Aber man muss halt Verständnis haben, dass es in gewissen Bereichen nicht erlaubt ist - und dann verzichtet man halt mal ein paar Stunden drauf.

Wenn ich eine klaren Linie im Wettbewerb haben will dann würde ich diese Regel empfehlen:

WAR ES es oder IST ES eine Bautechnik die auch bei Legosets zu finden ist dann ist es OK. Siehe auch Tron ... das Teil hält auch nur auf einer halben Noppe :eek:.

Bei Unklarheiten ist der Bauplan heranzuziehen.
Das ist sicherlich ein gangbarer Ansatz, wäre mir persönlich aber sogar zu streng. Es gibt zahlreiche Techniken, die nach Lego-Vorgaben legal möglich sind. Bloß weil Lego sie noch nicht in einem offiziellen Set verwendet hat, sollten wir sie nicht für uns ausschließen.

Es ist ja auch nicht so, dass es ständig Streit darum gäbe, ob eine Technik "illegal" ist oder nicht. Da sind wir uns meistens schnell einig. Letztlich habe ich im ganzen Jahr nur 1 x darum gebeten, Wettbewerbsbeiträge deswegen zu überarbeiten (Dewback und Droide von @Luca s projects). Und die kleine Debatte, die Luca deshalb angestoßen hat, drehte sich ja nicht darum, ob seine Techniken "illegal" sind, sondern darum, dass er es blöd fand, dass ich seine Beiträge deshalb erst nach Überarbeitung zugelassen habe (was m. E. den Bauwerken nicht geschadet hat, mir gefallen sie super).

Deshalb halte ich die Regel immer noch für richtig und wichtig (und in der Praxis für viel unproblematischer, als man angesichts dieser Diskussion meinen könnte). Es spricht ja nichts dagegen, dass man innerhalb der Wettbewerbsreihe mal eine Runde "Sei illegal!" macht und ausnahmsweise alle Regeln aussetzt - das könnte lustig werden :cool::D. Aber generell würde ich nicht auf die Regel verzichten und sie - wie bisher - halbwegs locker auslegen, sofern nicht ausdrücklich zu einem bestimmten Thema eine strenge Auslegung im voraus angekündigt wurde (wie bei der fraglichen Runde geschehen).

EDIT: @3PO
Ich habe die ganze Tron-Bauanleitung durchgesehen und habe keine Ahnung, was Du meinst o_O. Gibst Du mir mal eine Seitenzahl oder einen Screenshot?
 
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3PO

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Ich finde es super, dass sich zu diesem Thema endlich mal eine fruchtbare und ausführliche Diskussion entwickelt hat!

Da bin ich Deiner Meinung. Natürlich kommt nicht die Lego-Polizei, wenn Du zwei Clips ineinander steckst :p! Aber wie Du schon sagst: es ist halt der gängige Begriff, der sowohl von Lego genutzt wird und mit dem auch in der AFOL-Community jeder etwas anfangen kann - auch wenn nicht 100%ig definiert ist, was als "illegal" gilt und was nicht.
Wortwörtlich bedeutet "illegal" ja nicht nur "gesetzwidrig", sondern auch "unerlaubt". Lego bezeichnet damit Bautechniken, die in offiziellen Legobauten nicht verwendet werden, die bei "Lego Ideas" nicht zugelassen sind (bzw. spätestens beim Redesign durch Lego abgeändert werden) und die wahrscheinlich auch bei offiziellen Lego-Ausstellungen oder in der Masterpiece Gallery keine Chance hätten.
Nach meiner Erfahrung/Einschätzung gelten Techniken als "illegal/unerlaubt" (ohne Anspruch auf Vollständigkeit),
  • wo Teile besonders strapaziert und damit der Bruchgefahr ausgesetzt werden (z. B. wenn Verbindungen nicht vollständig einrasten können, sondern Spannungen erzeugen)
  • wo Verbindungen so fest sind, dass sie ein Kind nicht problemlos lösen kann (z. B. die Noppen einer 1x3-Platte in den Pinlöchern eines 1x4-Techniksteins)
  • wo Spalten/Lücken oder Absätze entstehen, weil innerhalb des Lego-Systems unterschiedliche Normen bestehen (z. B. zwischen Technic und Basic)
  • wo Teile aus Polykarbonat (i. d. R. transparente Teile) mit starker Reibung verbunden werden (weil diese aufeinander abfärben können)
Als Richtschnur gilt bei Lego: Eine Verbindung muss wiederholt und problemlos von einem Kind zusammengesteckt und gelöst werden können, ohne dass die Teile dabei beschädigt werden oder das Kind dabei frustriert. Wie man sieht, würde das Kriterium "instabil" deutlich zu kurz greifen. Denn "instabil" sind viele offizielle Lego-Bautechniken auch (jeder kennt diese Sets, wo Kindern beim Spielen ständig etwas abfällt). "Illegal" geht sogar eher in Richtung "zu stabil".

Außerdem sind natürlich Techniken "illegal/unerlaubt",
  • wo Teile nur gelegt oder unvollständig gesteckt sind (es geht nicht um dekorative Elemente! Ein Knochen darf natürlich in die Rancor-Höhle gelegt werden, aber am Bauwerk müssen alle Verbindungen fest sein)
  • wo Legoteile in irgendeiner Form bearbeitet werden (geschnitten, gesägt, geschraubt, geklebt, ..., usw.)
Jetzt gibt es natürlich unglaublich viele Grenzfälle:
Zuschneiden von Schläuchen (auch "rigid hoses")? Mache ich oft. Für andere ein No-go! Original-Lego-Steine mit eigenen Drucken/Aufklebern? Finden viele okay, ich nicht. Waffen/Minifig-Ausrüstung von Brickarms & Co? Sieht cool aus, ist aber nichts für mich. Verwendung von Lego-Gummis abseits von Technic-Funktionen? Für mich in Ordnung, für andere nicht. Lego-Schnüre? Da bin ich schon etwas kritischer, kommt auf den Fall an. Verwendung von Gussrahmen? Halte ich für kreativ, für manche ist das nur Abfall, der in einem MOC nichts verloren hat. Selbstgedruckter Hintergrund als Kulisse? Für mich inakzeptabel, andere finden's schön! Schienen oder Lokomotiv-Räder vom Drittanbieter? Ich kein Eisenbahner, aber wenn man denen glauben darf, geht's gar nicht ohne. Für mich als Purist trotzdem nicht okay. "Geschüttete" Teile (z. B. als Wasser)? Sieht für mich schick aus, hätte bei Lego natürlich keine Chance.

Was möchte ich damit sagen? Wenn es eines gibt, worauf wir uns angesichts des Verlaufs dieser Diskussion sicherlich einigen können, dann dass die Frage, welche Bautechniken aus der "Grauzone" jemand okay findet und welche nicht, zu 100 % subjektiv ist und sich von AFOL zu AFOL unterscheidet! Und selbstverständlich gilt genau das:

Logisch darf jeder bauen, wie er will! Keiner hat uns hier etwas vorzuschreiben! Nutzt alle Bautechniken, die Ihr wollt, wenn es um Eure - wie @HawaiiToad es nannte - "privaten MOCs" geht! Das gilt logischerweise auch thematisch. Lego baut kein modernes Kriegsspielzeug. Trotzdem darf natürlich jeder Kampfpanzer und Schlachtschiffe moccen, so viel er möchte. Stellt mit Lego Gewalt, Sex und Horror dar! Lego hat Euch diesbezüglich nichts vorzuschreiben!

Aber im Gegenzug müssen wir auch Verständnis dafür haben, wenn "Lego Ideas" oder der Veranstalter einer Ausstellung bestimmte Sachen ausschließt. Das steht denen ebenso frei, wie uns frei steht, in unseren "Privat-MOCs" zu machen, was wir wollen.

Und das führt mich zu den IDS-Bauwettbewerben. Wenn es um einen Wettbewerb geht, bei dem am Ende abgestimmt wird, dann müssen diese oben dargestellten völlig subjektiven und von Person zu Person völlig unterschiedlichen Ansichten irgendwie objektiviert werden. Das gebieten Fairness und Vergleichbarkeit.
Wir könnten natürlich jede einzelne Technik bewerten. Aber das wäre erstens eine Never-Ending-Story und würde zweitens immer zu Unmut führen. Wenn wir Technik 1 zulassen, findet Person A das blöd. Wenn wir Technik 2 zulassen, findet Person B das doof (A aber super!), usw.

Deshalb gibt es meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir lassen alles zu oder wir sind relativ streng und orientieren uns an dem, was bei Lego als offizielle Bautechnik "legal/erlaubt" ist. Und zweiteres ist eben genau das, was ich als Veranstalter der Wettbewerbe bislang gemacht habe. Und weil die Regeln für alle gleichermaßen gelten, finde ich das fair. Jeder weiß, wenn er am Wettbewerb teilnehmen will, dann muss er halt bei seinem MOC auf "illegale" Techniken verzichten, auch wenn er sie sonst gerne verwendet. Ist wie mit dem Rauchen. Jeder soll rauchen, so viel er will. Ist nicht verboten. Aber man muss halt Verständnis haben, dass es in gewissen Bereichen nicht erlaubt ist - und dann verzichtet man halt mal ein paar Stunden drauf.


Das ist sicherlich ein gangbarer Ansatz, wäre mir persönlich aber sogar zu streng. Es gibt zahlreiche Techniken, die nach Lego-Vorgaben legal möglich sind. Bloß weil Lego sie noch nicht in einem offiziellen Set verwendet hat, sollten wir sie nicht für uns ausschließen.

Es ist ja auch nicht so, dass es ständig Streit darum gäbe, ob eine Technik "illegal" ist oder nicht. Da sind wir uns meistens schnell einig. Letztlich habe ich im ganzen Jahr nur 1 x darum gebeten, Wettbewerbsbeiträge deswegen zu überarbeiten (Dewback und Droide von @Luca s projects). Und die kleine Debatte, die Luca deshalb angestoßen hat, drehte sich ja nicht darum, ob seine Techniken "illegal" sind, sondern darum, dass er es blöd fand, dass ich seine Beiträge deshalb erst nach Überarbeitung zugelassen habe (was m. E. den Bauwerken nicht geschadet hat, mir gefallen sie super).

Deshalb halte ich die Regel immer noch für richtig und wichtig (und in der Praxis für viel unproblematischer, als man angesichts dieser Diskussion meinen könnte). Es spricht ja nichts dagegen, dass man innerhalb der Wettbewerbsreihe mal eine Runde "Sei illegal!" macht und ausnahmsweise alle Regeln aussetzt - das könnte lustig werden :cool::D. Aber generell würde ich nicht auf die Regel verzichten und sie - wie bisher - halbwegs locker auslegen, sofern nicht ausdrücklich zu einem bestimmten Thema eine strenge Auslegung im voraus angekündigt wurde (wie bei der fraglichen Runde geschehen).

EDIT: @3PO
Ich habe die ganze Tron-Bauanleitung durchgesehen und habe keine Ahnung, was Du meinst o_O. Gibst Du mir mal eine Seitenzahl oder einen Screenshot?
lego-ideas-disney-tron-legacy-21314-seite-2018-zusammengebaut-andres-lehmann.jpg

Der Abstand von der Bodenplatte zur Platte am Bike beträgt fast 1 mm. Mariner hatte mal ne Review gemacht und er hat die 1 mm bestätigt. Kurzum: die Räder haben Bodenkontakt aber die 2 Jumper und die Platte am Bike haben Luft.
 
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